jump to navigation

Nachfolger für Provia 400F August 19, 2006

Posted by Martin Frech in Markt, Technik.
trackback

Mal wieder ein großes Lob für Fujifilm: Die Ankündigung vom Januar, weiterhin die filmbasierte Photographie zu unterstützen (wir berichteten), war nicht nur Marketing-Geschwafel.
Noch in diesem Sommer wird es einen Nachfolger für den Diafilm Provia 400F geben, den Provia 400X. Die wichtigste Verbesserung ist die weitere Reduzierung der Korngröße. Der 400X hat laut Datenblatt einen RMS-Wert von 11, während der Vorgänger 400F noch einen RMS-Wert von 13 hatte. Das sind für einen hochempfindlichen Diafilm ganz hervorragende Werte.

Der RMS-Wert (root mean square) ist eine statistische Größe und beschreibt die mit einem Mikrodensitometer gemessene visuelle Homogenität einer abgebildeten Fläche mit eigentlich einheitlicher Dichte; grob gesagt: je kleiner der RMS-Wert, desto feinkörniger ist der Film.

RMS-Werte weiterer ausgewählter Diafilme
Fujifilm Astia 100F 7
Fujifilm Velvia 100, Provia 100F, Sensia 100 8
Kodak E100 8
Fujifilm Velvia Professional 9
Agfa RSX II 50 10

Bei der Auswahl eines Films sollte man jedoch nicht nur die RMS-Werte berücksichtigen — Schwarzschild- bzw. Ultrakurzzeiteffekt, Pushbarkeit sowie die Farbwiedergabe sind weitere wichtige Parameter. Man kann halt nicht alles haben.

Obwohl man gelegentlich RMS-Werte für Negativfilme liest, ist die von Kodak entwickelte RMS-Meßmethode nur sehr bedingt für die Beurteilung von Negativfilmen geeignet, da dabei der Print-Prozeß zum Positiv unberücksichtigt bleibt. Hier sollte stattdessen der Print Grain Index (PGI) ermittelt werden.

Link zum ziemlich bunten Fujifilm-400X-Werbeblatt: http://www.fujifilmusa.com/JSP/fuji/epartners/bin/Fujichrome_Provia400X_Brochure.pdf

Link zum Thema RMS/PGI: http://www.kodak.com/global/en/professional/support/techPubs/e58/e58.jhtml

Kommentare»

No comments yet — be the first.