Thomas Bachler: Tatorte | Einladung März 13, 2008
Posted by Martin Frech in Eigenwerbung, Events.Tags: Ausstellung, Camera Obscura, Lochkamera, Pinhole, Pistole, Randgebiete, Schuss, Tatorte, Thomas Bachler
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Unterführung (aus der Serie Tatorte)
© Thomas Bachler
Gemeinsam mit dem Atelier für Mediengestaltung in Köln veranstalte ich seit zwei Jahren eine Ausstellungsreihe zu Randgebieten der Photographie (Infos zu den vergangenen Ausstellungen).
Aktuell zeigen wir die Serie Tatorte des Photographen Thomas Bachler.
Wir eröffnen wir die Ausstellung am nächsten Sonntag mit einer Matinée (Palmsonntag, 16. März 2008). Dazu sind auch meine Leser ganz herzlich nach Köln eingeladen.
| Ausstellungsort: Atelier für Mediengestaltung Schanzenstraße 27 51063 Köln |
Ausstellungsdauer: 17. März 2008 bis 30. Mai 2008 (Mo. bis Fr., 10 bis 18 Uhr) |
| Eröffnung: 16. März 2008, 11 Uhr | |
Thomas Bachler ist ein Künstler, dessen Werk ich sehr schätze. Daher freue ich mich ganz besonders, dass ich ihn für diese Ausstellung gewinnen konnte.

Parkbank (aus der Serie Tatorte)
© Thomas Bachler
Die Ausstellung Tatorte zeigt Motive einer trügerischen Idylle. Vom Täter fehlt mal wieder jede Spur, war doch die Belichtungszeit zu lang, um ihn festzuhalten. Die Fotografie wird zum Indiz. Genau wie der kriminalistische Schauplatz selbst, kann sie nur auf den Täter verweisen.
Ein Pistolenschuss bringt Licht ins Dunkel
Thomas Bachlers Tatorte sind Aufnahmen mit einer zunächst vollständig geschlossenen Camera Obscura, bei der ein Pistolenschuss das zur Belichtung notwendige Loch schafft und zugleich das spätere Bild in Gestalt eines hellen Flecks sichtbar durchschlägt. Wie im richtigen kriminalistischen Leben ist es die Tat, die den bis dahin unschuldigen Ort zum Tatort macht. Thomas Bachler, Jahrgang 1961, lebt und arbeitet in Dresden. Er gilt als einer der wichtigsten Künstler in Deutschland, der sich intensiv mit der Lochkamera befasst hat. Er ist Mitglied im Deutschen Künstlerbund und in der Deutschen Fotografischen Akademie.
Der Schuss als fotografische Tat
Dr. Thomas Niemeyer, Mitglied der Kuratorenwerkstatt an der Kunsthalle Fridericianum, Kassel, sieht in Bachlers Tatorten einen geläufigen Begriff in der Anwendung, wenn nämlich Fotos geschossen werden. “Das Wort ist in diesem Zusammenhang so vertraut, dass die agressiv anmutende Umkehrung des Vorgangs, den wenigsten noch auffällt”, so Niemeyer. “Bereits im späten 19. Jahrhundert als die fotografische Technologie erstmals Kurzzeitbelichtungen aus freier Hand und von bewegten Objekten erlaubte, etablierte sich der Begriff des Schnappschusses. Er wurde zum treffenden Synonym für die aktive Blickbeziehung, die der fotografischen Tat stets zugrunde liegt.”

Spielplatz (aus der Serie Tatorte)
© Thomas Bachler

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