Farbe ist wie Süßkram 12. Oktober 2011
Posted by Martin Frech in Gedanken, Technik.Tags: Digitalfotografie, Digitalkamera, Farbsensor, Fotografie, schwarzweiß, Schwarzweißbild, Schwarzweißfilm
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Jeder Digitalfotograf fotografiert schwarzweiß — technisch gesehen; die Farbe wird nach der Aufnahme aus dem Datensatz berechnet. Aufmerksame Leser meines blogs wissen, dass mir dieser Unterschied zur filmbasierten Fotografie wichtig ist.
Auf die Schwarzweiß-Daten hat man jedoch keinen direkten Zugriff. Das hätte aber auch wenig Sinn, da das Licht ja schon durch die Bayer-Matrix ging bzw. beim Foveon-Sensor in unterschiedlichen Schichten getrennt wurde.
Die gängigen Interfaces zur Bildbearbeitung präsentieren die Kameradaten als Farbbild, das bei Bedarf (wieder) in ein Schwarzweißbild umgerechnet werden kann. Es gibt aktuell keine Digitalkamera im unteren/mittleren Preisbereich, die nur die Helligkeitswerte digitalisiert und die Sensordaten monochrom durchreicht. Im oberen Preisbereich bietet PhaseOne das Achromatic-Digitalrückteil für Mittelformat-Kameras an.
Hier sollen jedoch nicht die technischen Vor- und Nachteile diverser Sensoren verhandelt werden — es geht um Bildgestaltung. Mike Johnston hat kürzlich auf seinem blog The Online Photographer interessante Gedanken zum Thema Schwarzweiß-Sehen-Lernen in der digitalen Ära notiert. In Temptations (Digital B&W Part II) verglich er das s/w-Empfinden des durchschnittlichen farb-gewohnten Digitalfotografen mit dem Essverhalten der Ratte, die bis zum Hungertod Zuckerwasser ihrer Nahrung vorzieht: Das schiere Wissen “wenn ich will, ist die Farbe in den Daten trotz allem immer da”, verhindere eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den ästhetischen Herausforderungen der Schwarzweiß-Fotografie.
Farbe ist verführerisch und hat in Johnstons Analogie für den, der — vom Digitalen kommend — in die s/w-Fotografie einsteigen will das Suchtpotential von Heroin, Crack oder mindestens das von Zucker. Die omnipräsente Farbe verhindere per se die Ausbildung eines entsprechenden Blicks. Der s/w-Aspirant in Digitalien kommt also nicht vom Fleck, weil ihm die Industrie das entsprechende Werkzeug verweigert.
Das mag so sein, ich kann das nicht wirklich beurteilen. Fotografie auf Film und Fotografie auf Sensoren sind halt verschiedene Medien (vgl. z.B. auch meinen Beitrag Plakatgestaltung und sw-Aufnahmen).
Johnstons Polemik berührt jedoch einen wesentlichen Aspekt der Fotografie auf analogen Speicher: man muss sich entscheiden.
Wähle ich einen grobkörnigen Film oder einen feinkörnigen, wähle ich einen Farb- oder einen Schwarzweißfilm, einen Negativ- oder einen Diafilm. Die für das spätere Bild wesentliche Entscheidung der Filmwahl muss ich vor der Aufnahme treffen — und kann sie später nicht mehr ändern.
Die Wahl des Materials ist ein wesentlicher Aspekt im künstlerischen Prozess bzw. der Unterschied zwischen “Ich mache mir vor der Aufnahme Gedanken” und “Das Problem löse ich in der Nachbearbeitung” (pre visualizing vs. post processing).
FX-55 und MaxPyro: zwei neue sw-Entwickler 24. November 2008
Posted by Martin Frech in Markt, Technik.Tags: Catechol, developer, Entwickler, Film, FX-50, FX-55, Geoffrey Crawley, Gordon Hutchings, MaxPyro, Moersch Tanol, Pyro, Pyrogallol, schwarzweiß, stain, Tanol
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FX-55
Man sollte meinen, es gibt genug Rezepte für Filmentwickler. Aber nein: regelmäßig wird irgendwo ein neues Süppchen vorgestellt. Wie auch immer — man muss wohl nicht jedes nachkochen.
Wenn jedoch der legendäre Geoffrey Crawley in die Trickkiste greift, werde ich hellhörig. Kürzlich war es wieder soweit: im Amateur Photographer vom 13. September 2008 veröffentlichte Crawley die Ansatzvorschrift für FX-55, inzwischen auch bei Wikipedia(1) nachzulesen.
Ich habe den Entwickler nicht ausprobiert und bisher auch keine weiteren handfesten Infos zu FX-55 gefunden. Für mich liegt jedoch der Schluss nahe, dass FX-55 ein naher Verwandter des einstmals kommerziellen FX-50 ist, den Paterson letztes Jahr aus dem Vertrieb genommen hat (ich berichtete).(2)
MaxPyro
Pyrogallol- und Catechol-Entwickler gerben und färben das Negativ; es entsteht eine Grundfärbung (durch die später einfach durchbelichtet wird) sowie eine Färbung proportional zur Silberdichte. Der gerbende Effekt bewirkt eine deutliche Schärfesteigerung; die Färbung (der stain) blockiert das Licht beim Vergrößern wie das Silber, hat jedoch bei kontrastvariablem Papier zusätzlich einen kontrastmindernden Effekt, vor allem in den Lichtern. Angenehm ist zudem, dass die Färbung die unterschiedlichen Anforderungen von Kondensor- und Mischlichtvergrößerern an die Negativgradation nivelliert (reduzierter Callier-Effekt des gefärbten Negativs).
Pyro-Entwickler waren in der Anfangszeit der Photographie recht verbreitet, sind ab den 1920er-Jahren jedoch etwas aus der Mode gekommen. Das änderte sich wieder ab den 1980er Jahren, als Gordon Hutchings seinen Pyro-Entwickler PMK propagierte (der Name leitet sich ab aus den Anfangsbuchstaben der Hauptbestandteile Pyro, Metol und Kodalk).
Der von mir gerne verwendete Tanol von Wolfgang Moersch ist übrigens ein Catechol-Entwickler und gehört damit auch in diese Kategorie.

Ilford Delta 3200, entwickelt in Tanol
Photo © Martin Frech, Berlin
In einem von Bergger finanzierten Projekt hat Gordon Hutchings seinen PMK zu MaxPyro weiterentwickelt. Das Ergebnis stellt er in der aktuellen Ausgabe des Magazins View Camera vor.(3) Hutchings Designziele waren vor allem eine höhere Empfindlichkeitsausnutzung des Filmmaterials (full ISO speed), eine geringere Färbung und eine kürzere Entwicklungszeit. Die selben Gründe übrigens, die Herrn Moersch zu Tanol Speed führten.
Anders als für PMK hat Gordon Hutchings das Rezept für MaxPyro nicht offengelegt. Der Entwickler soll als Fertigprodukt exklusiv von Bostick & Sullivan (http://www.bostick-sullivan.com/) vertrieben werden.
(1) FX-55 (film developer). online: http://en.wikipedia.org/wiki/FX-55_(film_developer) (2008-11-23)
(2) Martin Frech: Die Einschläge kommen näher. online: http://medienfrech.wordpress.com/2007/03/20/die-einschlage-kommen-naher/
(3) Gordon Hutchings: “MaxPyro© A New Pyro Developer”. In: View Camera, 21(2008)11/12, S. 48-49.
Salgado jetzt also auch 21. September 2008
Posted by Martin Frech in Ärgernisse.Tags: Film, schwarzweiß, Schwarzweißfilm, Sebastião Salgado
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… soll ich Ihnen was verraten? Ich habe angefangen, digital zu fotografieren.
So Sebastião Salgados Reaktion auf den Satz Sie sind bekannt dafür, dass Sie ausschließlich mit Schwarzweißfilmen arbeiten.
Und warum? Weil er mit der Qualität der Filme nicht mehr zufrieden ist. Seiner Aussage nach ist die Qualität eines 20 Jahre alten KB-Negativs besser als die eines aktuellen Mittelformat-Negativs. Man könne das an den Abzügen erkennen.
Das komplette Interview erschien im Tagesspiegel (Berlin) vom 21.09.2008; online nachzulesen unter: http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Frauen-Maenner;art7754,2618545
TMZ in Kaffee 4. Oktober 2007
Posted by Martin Frech in Randgebiete-Projekt, Technik.Tags: Caffenol, Filmentwicklung, Fisheye, Kaffee, Lomo, schwarzweiß, Tmax p3200, TMZ
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Die Zutaten für Caffenol: löslicher Kaffee und Soda
Photo © Martin Frech (Lomo-FA/TMZ/Caffenol)
In meinem kürzlich hier erschienenen Text (Filmentwicklung in Kaffee) habe ich beschrieben, wie Kaffee als Entwickler für Schwarzweißfilme verwendet wird. Das Thema beschäftigt mich weiterhin.
So habe ich gestern einen deutlich abgelaufenen Kodak TMZ (Tmax p3200) mit dieser Lomo-Fischaugen-Kamera(1) belichtet, zur Entwicklung in Caffenol.
Die aufgedruckten 36° DIN (3200 ASA) erreicht dieser Film — wenn überhaupt — bekanntermaßen nur mit einer forcierten Entwicklung. Da Caffenol zudem die Filmempfindlichkeit schlecht ausnutzt, sind real für die Kombination TMZ/Caffenol nur etwa 27° DIN zu erwarten. Das ist bei der Arbeit mit dieser Kamera aber auch zweitrangig (weil 1. ”Die zehn goldenen Lomo-Regeln” und 2. fix f/8; 1/100 s).

Kraken-Lounge, Berlin (Detail)
Photo © Martin Frech (Lomo-FA/TMZ/Caffenol)
Im Vergleich zum ersten Versuch habe ich nun zuerst die Soda komplett aufgelöst und dann den Kaffee eingerührt, diesmal zwei EßlöffelTeelöffel mehr und etwas weniger Soda, entwickelt habe ich auch etwas länger (30 Minuten).
Ergebnis: Die Färbung des Negativs ist jetzt sehr gleichmäßig und das Korn kann sich wirklich sehen lassen!
Zum Vergleich: weitere Aufnahmen mit dieser Kamera
(1) Einen Erfahrungsbericht zur Arbeit mit dieser Kamera: Frech, Martin: Lomo-Fisheye. In: Randgebiete 3 2(2005)2, S. 7 ff. Online verfügbar: http://www.medienfrech.de/randgebiete/archiv/R3-2005.pdf
Filmentwicklung in Kaffee 30. September 2007
Posted by Martin Frech in Randgebiete-Projekt, Technik.Tags: Caffenol, Filmentwicklung, FP4, Kaffee, schwarzweiß
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© 2007 Martin Frech, randgebiete.de (Kontakt)
Nachdruck oder Nutzung im Internet (vollständig oder teilweise) bitte nur nach vorheriger Rücksprache
Spätestens seit 1995 ist bekannt, dass Kaffee silberhalogenidhaltige Schichten entwickeln kann(1). In einschlägigen Diskussionsforen finden sich seither diverse lange Threads zu diesem Thema, vereinzelt mit Bildbeispielen.
Immer an kuriosen Randgebieten interessiert, habe nun auch ich meinen ersten Film mit Kaffee entwickelt — und um es vorwegzunehmen: es wird nicht der letzte gewesen sein.
Für den Versuch habe ich zwei Rollen Ilford FP4 plus belichtet (Belichtungsreihen mit und ohne Testtafeln): Eine zur Entwicklung in Kaffe, die andere zum Vergleich in Agfa Rodinal.

Vorbereitung der Filmentwicklung mit Kaffee (Caffenol)
Photo © Martin Frech
Das Rezept für den Kaffee-Entwickler — Einmalentwickler nach den Angaben für Caffenol bei digitaltruth(2) — ist simpel:
- 500 ml Wasser
- 8 Teelöffel löslicher Kaffee
- 4 Teelöffel Natriumkarbonat (Soda)
Wirksam für die Entwicklung ist im Kaffee nicht das Koffein, sondern die Kaffeesäure. Ein Blick auf deren Strukturformel offenbart sofort Ähnlichkeiten mit Brenzcatechin, einer altbekannten Entwicklersubstanz(3) (Pyro).
Die Soda wird benötigt zur Herstellung und Pufferung der alkalischen Lösung.
Ich habe das Kaffee- und das Sodapulver vermischt und mit etwa 27 °C warmem Wasser angesetzt, es jedoch versäumt, die Brühe auf die üblichen 20 °C runterzukühlen.
Den Film habe ich direkt anschließend 25 Minuten lang entwickelt; dabei in der ersten Minute ständig und dann alle 30 Sekunden zweimal gekippt. Gestoppt habe ich wie üblich mit Wasser, fixiert in einem alkalischen Fixierbad.

Vergleich der in Rodinal (li.) und Caffenol (re.) entwickelten Negative
Photo © Martin Frech
Ergebnisse:
- Der Filmstreifen ist stark braun gefärbt; Caffenol ist ein färbender Entwickler (staining developer).
- Die Färbung ist deutlich ungleichmäßig.
- Die Empfindlichkeitsausnutzung ist — wie so oft — nicht sehr gut; etwa die Hälfte der Nennempfindlichkeit.
- Die Negative lassen sich sehr gut scannen (die Beispielbilder habe ich als Dias/48-Bit-Farbe gescannt und mit Photoshop in schwarz-weiß gewandelt); ich habe sie noch nicht konventionell ausgearbeitet.
- Für den Bildeindruck siehe Bildausschnitte:
(klick ins Bild für große Ansicht)

Testbild auf FP4 plus, entwickelt in Caffenol (Detail)
Photo © Martin Frech
(klick ins Bild für große Ansicht)

Testbild auf FP4 plus, entwickelt in Rodinal 1+50 (Detail)
Photo © Martin Frech
Beim nächsten Mal werde ich zuerst die Soda komplett auflösen bevor ich den Kaffee einrühre.
Wie groß der Einfluß der Temperatur bei der Entwicklung mit Caffenol ist, weiß ich nicht. Verschiedene Quellen geben unterschiedliche Empfehlungen; ich werde mit den klassischen 20 °C weiterarbeiten.
Der Grad der Färbung soll von der Kaffeesorte und der Entwicklungszeit abhängig sein. Den Kaffee werde ich nicht wechseln — die Entwicklungszeit kann jedoch durch Zugabe von 2 g Vitamin C zu obigem Rezept (das gibt dann Caffenol C) deutlich auf etwa 12 Minuten verkürzt werden. Die Färbung soll dann fast verschwinden.
Den Fixierer ebenfalls durch etwas haushaltsübliches zu ersetzen, ist kaum möglich. Man könnte den Film zwar, wie weiland William Talbot seine Kalotypien, in Salzwasser baden. Das wäre jedoch keine dauerhafte Fixage, da die Silbersalze dabei nur in Silberchloride umgewandelt werden würden, die schwer löslich sind und daher in der Schlußwässerung kaum auswaschbar wären; die Schicht würde mit der Zeit schwarz werden. Schon Talbot hat daher bald (auf John Herschels Rat) mit Thiosulfat fixiert.
Für Caffenol gibt es neben Caffenol C noch Varianten zur bildmäßigen Entwicklung von Mikrofilmen (Caffenol LC und Caffenol LC+C). Die Zugabe von Salz zu Caffenol ergibt Caffenol Plus; die sichtbare Körnigkeit und der Schleier sollen damit reduziert werden.
Neben Kaffe gibt es noch andere mehr oder weniger haushaltsübliche Substanzen, die zur Filmentwicklung genutzt werden können, beispielsweise der schmerzlindernde und fiebersenkende Arzneistoff Acetaminophen/Paracetamol. Dessen Strukturformel hat Ähnlichkeiten mit p-Aminophenol, der entwicklungswirksamen Zutat in Agfa Rodinal. Der Entsprechende alternative Entwickler ist unter dem Namen Parodinal bekannt; ein Rezept findet sich auf den Seiten von Donald Qualls(4), die Entwicklungszeiten entsprechen denen von Rodinal. Bei flickr gibt es eine Gruppe zu diesem Thema(5). Eine allgemeinere Gruppe, die alle alternativen Entwickler umfasst ist die homemade soup-Gruppe(6).
Literatur:
(1) Williams, Scott: A Use for that Last Cup of Coffee: Film and Paper Development. Online im Internet. URL: http://www.rit.edu/˜andpph/text-coffee.html (Das ist die online-Version ohne Bilder eines Textes, der 1995 in der Zeitschrift Darkroom & Creative Camera Techniques erschienen ist.)
(2) http://www.digitaltruth.com/techdata/caffenol.php
(3) Junge, Karl-Wilhelm und Hübner, Günter: Fotografische Chemie. Aus Theorie uns Praxis. 5. verb. Aufl. Leipzig: VEB Fotokinoverlag, 1989.
(4) http://silent1.home.netcom.com/Photography/Dilutions%20and%20Times.html#Parodinal
(5) http://www.flickr.com/groups/parodinal/
(6) http://www.flickr.com/groups/53495661@N00/
Flachbettscanner und Schärfe 29. August 2007
Posted by Martin Frech in Markt, Randgebiete-Projekt, Technik.Tags: Epson V750, Scanner, schwarzweiß, Schwarzweißfilm
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In zwei zurückliegenden Beiträgen (1, 2) habe ich mich mit dem Digitalisieren von KB-Schwarzweißnegativen beschäftigt. Mich interessieren die Schärfe der Rohscans und die Abbildung des Filmkorns. Ich arbeite mit dem Kleinbild-Filmscanner Nikon Super Coolscan 4000 ED und dem Flachbettscanner Epson Perfection V750 Pro, jeweils mit dem mitgelieferten Standardzubehör. Mit der Schärfe des Nikon-Scanners bin ich zufrieden — mit der des Epson-Gerätes nicht.
Die Optiken des Epson V750 lassen sich nicht fokusieren, haben aber auch nur eine geringe Schärfentiefe. Die mitgelieferten Filmhalter kann man jedoch nur auf drei definierte Höhen (2,5 mm; 3 mm; 3,5 mm) einstellen.

Das Bild zeigt drei Scans des selben Negativs; Abstände des Filmhalters (von oben) 2,5 mm, 3 mm (Voreinstellung) und 3,5 mm (jeweils ungeschärft, keine Kompression da .png.)
Zum Motiv: Detail aus einer Kodak-Graukarte; Schrifthöhe im Original: 2 mm
Photos: Martin Frech
Aufnahme: Konica M-Hexanon 2,8/90mm; Entfernung 1,10 m
Film: Agfa APX 400 neu (= Rollei Retro 400), 35mm, E.I. 400 ASA
Belichtung: f/8, 1/8 s
Entwickler: Agfa Rodinal 1+50, 13 min, 20 °C, manuelle Dosenentwicklung
Zum Vergleich das selbe Negativ gescannt mit dem Nikon-Scanner (VueScan):

(In meinem flickr-Set Phototechnik finden Sie Scans in größeren Ansichten sowie weitere Beispiele mit anderen Film-Entwickler-Kombinationen.)
Das Ergebnis ist auf den ersten Blick klar. Der große Nachteil des Nikon-Scanners ist jedoch das Zubehör. Die etwas dickeren Filme bekommt man nicht plan in den Scanner; weder mit dem Einzugsfilmhalter noch mit dem Filmstreifenhalter. Randunschärfen sind daher die Regel.
Da ich zudem häufig größere Negativformate scanne, bin ich weiterhin an einer Optimierung der Epson-Ergebnisse interessiert; erstmal jedoch ohne die Negative einzuschmieren.
Der Kauf eines justierbaren Filmhalters und AN-Glases zur Verbesserung der Planlage scheinen sich zu lohnen.
Scanner und Schwarzweißnegative (Forts.) 24. August 2007
Posted by Martin Frech in Randgebiete-Projekt, Technik.Tags: Scanner, schwarzweiß, Schwarzweißfilm
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In meinem letzten Beitrag habe ich über die Problematik berichtet, KB-Schwarzweißnegative zu scannen.
Zwischenzeitlich habe ich meine Versuchsreihe fortgesetzt mit Fujifilms Neopan Acros 100, den ich dafür in Kodaks XTOL (1+1) entwickelt habe.
Das selbe Negativ habe ich mit zwei Scannern und drei Scan-Programmen digitalisiert — die Unterschiede sind deutlich (ein Klick auf das jeweilige Vorschaubild führt zu einer größeren Ansicht):
| Nikon Super Coolscan 4000 ED, Nikon Scan 4 |
Nikon Super Coolscan 4000 ED, VueScan 8.4.23 |
Epson Perfection V750 Pro, Epson Scan 3 |
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Photos: Martin Frech (Fujifilm Neopan Acros 100 (E.I. 80 ASA), Kodak XTOL 1+1, 9 min, 21 °C, manuelle Dosenentwicklung)
In meinem flickr-Set Phototechnik finden Sie weitere Beispiele mit anderen Film-Entwickler-Kombinationen (wird laufend erweitert).


