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Wie arbeiten die? 31. Januar 2006

Posted by Martin Frech in Gedanken.
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Justin Winz hat für die Zeit Schreibtische deutscher Chefredakteure photographiert. Beim Durchblättern der Online-Galerie — mit prüfenden Blicken auf unsere eigenen Tische — haben wir uns gefragt, wie die Damen und Herren wohl arbeiten (Stichwort „papierloses Büro“). Oder hatte nur Herr Kilz keine Zeit zum Aufräumen?

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„Wenn zu perfekt, liebe Gott böse“ 31. Januar 2006

Posted by Martin Frech in Geschichte.
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Wir hoffen nicht, dass Nam June Paik im Alter doch noch zum Perfektionisten geworden ist und glauben nicht, dass Gott — welcher auch immer — sauer auf ihn war. Paik starb dennoch am 29. Januar 2006 in Miami, er wurde 73 Jahre alt.
Nam June Paik, der „Daddy of electronic Dada“, provozierte 1962 die erste Katastrophe des 21. Jahrhunderts — den Zusammenstoß eines selbstgebauten Roboters mit einem zufällig vorbeifahrenden Auto; wie gut, dass er schon damals zufällig eine Videokamera zur Hand hatte. Und weiter ging es mit Schallplattenschaschlik, Oper Sextronique und dem genialen Video Buddah. Die dann folgenden Riesen-Installationen  waren nicht so unser Ding, aber allemal interessanter als vieles andere dieses Genres.  Ja, schöne Sachen hat er gemacht, bis zuletzt (noch 2004 hat er in Berlin das Auftragswerk Global Groove übergeben).

Neues Musikportal: Ohrenfreund 30. Januar 2006

Posted by Martin Frech in Markt.
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Harald Grohrock hat mit seinem Projekt Der Ohrenfreund ein neues Musikportal gestartet. Er will damit dem anspruchsvollen Hörer Wege durch den Dschungel der Neuerscheinungen bahnen — thematische Schwerpunkte sind Jazz, Klassik, Weltmusik, Singer/Songwriter und „anspruchsvolle“ Popmusik; mal sehen, was er unter letzterem einsortiert. In Sachen Singer/Songwriter habe ich jedenfalls einen deutlichen Hinweis auf Jimmy Webs neues Album Twilight Of the Renegades vermisst.
Das ambitionierte Projekt basiert technisch auf dem CMS Mambo und finanziert sich durch Provisionen verschiedener Online-Händler. Die Randgebiete wünschen viel Erfolg!

Photographie ist unverzichtbar für die Menschheit 20. Januar 2006

Posted by Martin Frech in Markt.
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Dieser Aussage von Fujifilm können wir nur zustimmen! In einem Statement vom 19. Januar betont die Firma, die seit 1934 photographische Materialien produziert, die Vorteile der konventionellen Photographie gegenüber der digitalen Bildspeicherung. Fujifilm verspricht, uns auch weiterhin mit den klassischen Produkten zu versorgen. Darüber freuen wir uns. Es dürfte jedoch auch klar sein, dass nach der derzeit stattfindenden „Marktbereinigung“ die Photographie auf Film eine teure Sache werden wird.

Auch Konica Minolta gibt auf 19. Januar 2006

Posted by Martin Frech in Ärgernisse, Markt.
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Der traurigen Nachrichten eine mehr: Nach Nikon gibt nun auch der traditionsreiche Kamerahersteller Konica Minolta die Produktion analoger Kameras auf. Begründung: Die Firma schaffe es nicht, zeitnah konkurrenzfähige Digitalkameras auf den Markt zu bringen. Sony übernimmt Konica-Minolta-Know-how und wird Digitalkameras mit Minolta-Bajonett entwickeln.
Die Produktion von Minilabs, Filmen und Photopapier wird ebenfalls eingestellt. Uns bei den Randgebieten trifft das hart, da wir gerne mit dem Konica Monochrome VX400 arbeiten.
Die Firma hat eine lange Geschichte in der analogen Photographie: 1903 produzierte sie das erste Photopapier in Japan, 1940 den ersten Farbfilm, 1984 erfanden sie das Minilab. Und 1985 brachte Minolta mit der Minolta 7000 die erste Autofokus-Kamera auf den Markt.

Vor 20 Jahren … 17. Januar 2006

Posted by Martin Frech in Geschichte.
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… gab es in der damaligen Bundesrepublik ungefähr 2.000 Computer-Clubs. Ihre Hauptaufgaben sahen sie u.a. im Austausch von Programmen (ob das wohl alles selbst geschriebene Programme waren?). Das berichtete die ELO, das Magazin für Elektronik und Computer aus dem Franzis-Verlag, in der Januar-Ausgabe 1986. Tja, damals gab es noch keine BSA — man konnte ganz unbefangen darüber schreiben.
(Die ELO-Jahrgänge 1982 bis 1986 sind in unserer Bibliothek vorhanden.)

Nikon gibt auf 12. Januar 2006

Posted by Martin Frech in Ärgernisse, Markt.
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Nun geht auch Nikon von der Fahne. Wie news.com und andere melden, wird die Produktion der analogen Kameras (vorläufig mit Ausnahme der F6), der manuellen Objektive, der Großformatobjektive sowie der Vergrößerungsobjektive eingestellt. Die Umsätze seien zu gering, man setze auf digital.
Vielleicht ist ja was dran an dem tröstlichen Gerücht, dass es demnächst Zeiss-Objektive mit Nikon-Bajonett geben wird.

Ist guter Geschmack doch ansteckend? 11. Januar 2006

Posted by Martin Frech in Gedanken.
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Intel verwendet seit kurzem ein überarbeitetes Logo. Apple verbaut in den neuen Macs Intel-Prozessoren. Gibt es einen Zusammenhang?
Jürgen Siebert (Fontshop) ist dieser Frage in seinem Fontblog nachgegangen und zeigt uns, wie das alte und das neue Intel-Logo neben Apples schicken Rechnern wirken.

Adobe kontert Apple 9. Januar 2006

Posted by Martin Frech in Markt, Technik.
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Kaum hat Apple mit Aperture ein Programm zur Bearbeitung von Raw-Daten aus Digitalkameras im Programm, kontert Macromedia/Adobe mit einem Konkurrenzprodukt: Lightroom heißt Programm, es ist als Betaversion verfügbar. Klar, dass es bei flickr schon einige Screenshots zu sehen gibt.
Mal sehen, von beiden schneller ist. Zielgruppe sind wohl die Photographen, die sich noch nicht für Phase-Ones hochgelobtes Capture-One entschieden haben.
Adobe hat wahrscheinlich gute Karten, da Photoshop ja schon der Standard ist und Lightroom diesen wohl perfekt ergänzen wird; zumal Aperture offenbar noch Reifezeit braucht. Das Fazit eines Aperture-Kurztests der Zeitschrift c’t (Heft 1/2006, S. 70 f.) war jedenfalls durchwachsen, kritikwürdig ist peinlicherweise wohl gerade das Herzstück des Programms, der Raw-Konverter.

Buch neu erfunden? 6. Januar 2006

Posted by Martin Frech in Markt, Technik, Typo.
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„Gutenberg wäre stolz“, so bewirbt Sony das neue ebook-Lesegerät Sony Reader, das neben BBeB-Book-Dateien auch solche im jpeg-, pdf- und mp3-Format wiedergeben kann (800×600 px, 170 ppi, allerdings nur mit 4 Graustufen). Und in der Tat könnte es sein, dass dies die Play-Station für digitale Bücher wird. E-ink ist jedenfalls ein toller Papier-Ersatz, eine Akkuladung soll für das Lesen von 7.500 Seiten reichen und das Design passt: das Gerät ist kleiner als ein Taschenbuch und wiegt 250 g. Der interne Speicher lässt sich durch SD-Karten und Memory-Sticks erweitern.
Bleibt die Frage, warum sich am Gerät zwar die Schriftgröße einstellen lässt, die Software jedoch keine Silbentrennung bietet — jedenfalls legt das Pressephoto diese Vermutung nahe.
Lesefutter will Sony über einen eigenen Web-Shop vertreiben; mal abwarten, ob sich der Sony Reader auch zum Lesen der Randgebiete eignet.