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Hologon bei ebay 27. Februar 2006

Posted by Martin Frech in Markt.
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Bei ebay ging mal wieder eine Zeiss-Ikon-Hologon-Kamera über den Ladentisch (mit Center-Filter und Zubehör in der ursprünglichen Schachtel; Verkäufer: photohaus.de). Dem Käufer war das gute Stück immerhin 3.130 Euro wert.
Die KB-Weitwinkelkamera wurde in den frühen 70er-Jahren in einer Auflage von angeblich nur 1.400 Stück hergestellt; das Objektiv ist ein 8/15-mm-Hologon.
Zeiss Ikon Hologon Werbung

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Hunde ja, Katzen nein 24. Februar 2006

Posted by Martin Frech in Gedanken.
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Nach den Schreibtischen deutscher Chefredakteure nun ein Blick über den Atlantik: Eros Hoagland hat für das Time Magazine arbeitsfreie Szenen aus dem Alltag der Google-Mitarbeiter photographiert; zu sehen im Online-Photo-Essay „Life in the Googleplex — Inside Google Headquarters“. Interessant finden wir den persönlichen Rettungsschwimmer neben dem (geschätzt) 5×2-m-Pool. Sonst sieht ja alles ganz locker aus — wir fragen uns aber, ob es für die Mitarbeiter auch ein Leben außerhalb des Firmengebäudes gibt.

digitale Bücher vor dem Durchbruch? 22. Februar 2006

Posted by Martin Frech in Markt, Technik, Typo.
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Burt Helm schreibt in der Online-Ausgabe der Businessweek vom 27. Februar, warum der Durchbruch für digitale Bücher kurz bevor steht. Nach allen anderen Medien bekämen jetzt endlich auch die Bücher eine zweite Chance. In seinem Text Digital Books Start A New Chapter begründet er dies mit der Verfügbarkeit der E-Ink-Displays und entsprechender Produkte (wir berichteten an dieser Stelle bereits über den neuen Sony-Reader), der massenweisen Digitalisierung von Büchern durch Google, Random House und andere, sowie damit, dass Apple mit dem iPod bewiesen hat, dass Millionen von Menschen bereit sind, ein entsprechendes Gerät regelmäßig zu nutzen. Die Techniken sind vorhanden, was laut Timothy O’Reilly noch fehlt, ist ein tragfähiges Geschäftsmodell für die Verlage. Aber auch diese sind — angestachelt durch Google und das E-Book-Marketing von Amazon — auf dem Weg nach Digitalien.
Wir hoffen mal auf Apple; vielleicht kommt die Buch-Revolution erst, wenn aus Cupertino nach dem iPod ein echtes iBook kommt.

International Journal of Digital Typography (IJDT) 21. Februar 2006

Posted by Martin Frech in Typo.
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Das IJDT ist eine neue digitale Zeitschrift aus dem Hause „The Berkeley Electronic Press“ (bepress). Das Projekt ist noch in Gründung, erste Beiträge können eingereicht werden.
Die Themen des IJDT sind breit gefächert und decken alle Aspekte der Herstellung elektronischer Dokumente ab.
Zu den Herausgebern gehört Apostolos Syropoulos, den wir als Co-Autor des Titels Digital Typography using LaTeX (Springer 2003; in unserer Bibliothek vorhanden) kennen. Auch im Redaktions-Beirat sitzen Leute, die in der Szene wohlbekannt sind — u.a. von URW, Microsoft, Adobe, Bell und Fontlab. Das Niveau der veröffentlichten Beiträge dürfte also hoch sein.
Umso erstaunlicher erscheinen uns die gestalterischen Vorgaben für Autoren, die ihre Beiträge einspaltig und mit der Times in 12 pt, formatieren müssen.
Das IJDT wird kostenpflichtig sein (die anderen Journale von bepress kosten für Einzelpersonen $35), der Verlag bietet jedoch eine „Quasi-open access policy“ zum kostenfreien Lesen einzelner Artikel an — bepress versucht dann, die Bibliothek des Lesers für ein Abo zu gewinnen.

neues GIS-Journal 19. Februar 2006

Posted by Martin Frech in Technik.
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Die Pakistan Society of Geographic Information Systems (PSGIS) wurde 1997 gegründet zur Förderung der Graphischen-Informations-Systeme (GIS) in Pakistan.
Nun ist die erste Ausgabe ihrer Publikation „Pakistan Journal of Geographic Information Systems“ online erschienen.

„Nicht ein Funken Dialektik“ 17. Februar 2006

Posted by Martin Frech in Gedanken.
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Wir haben zur Zeit einen imperial-kapitalistischen Verwertungsblick auf die Geschichte: Emotion, Drama und massentaugliche Spannung zählen, sonst nichts. Die ‚History-Kultur‘ schlachtet unsere Geschichte aus … Nicht ein Funken Dialektik findet sich mehr darin. Das wird sich rächen, weil wir als Gesellschaft daran verblöden.
Dominik Graf im Gespräch mit Rüdiger Suchsland (über seinen neuen Film „Der Rote Kakadu“ in der Berliner Zeitung vom 16.02.2006)

wider die Sehgewohnheiten 16. Februar 2006

Posted by Martin Frech in Markt.
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So cool: ein Werbefilmchen für einen Hummer. Wer hat den gemacht — und wie? Da werden Projektionen durchdekliniert, die wir aus der Panographie kennen, aber immer in Bewegung. VideoWarp?

360°-Kamera nur Designstudie? 15. Februar 2006

Posted by Martin Frech in Markt, Technik.
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Eben bei Yanko Design gesehen: eine von Cedric Tay (dessen Web-Site leider nichts hergibt) entworfene handliche 360°-Panoramakamera. Ähnlichkeiten mit dem entsprechenden (Rollfilm-basierten) Seitz-Produkt liegen wohl in der Natur der Sache.
Wir haben angefragt, ob daraus ein Produkt wird, bzw. wer der Auftraggeber ist — sollten wir das erfahren, werden Sie es an dieser Stelle lesen können.

Macht und Stolz vertragen sich nicht 14. Februar 2006

Posted by Martin Frech in Geschichte.
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Vor 929 Jahren unternahm König Heinrich IV. seinen noch heute in der Bismarck’schen Redewendung gegenwärtigen Gang nach Canossa. Aus machttaktischen Erwägungen überwandt er seinen Stolz und bekniete mit einer unterwürfigen Geste den von ihm bekämpften, aber noch überlegenen Papst Gregor VII. Dieser fiel auf den Trick herein.
Jens Brüning hat dazu für den Deutschlandfunk ein nettes Hörstück verfasst.

Ich bin „Die Presse“ 8. Februar 2006

Posted by Martin Frech in Ärgernisse.
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Heute waren wir in den Räumen der „Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft“ (im ehemaligen Reichstagspräsidentenpalais) zugange, um eine Veranstaltung photographisch zu dokumentieren. Im Anschluss wollten wir noch ein paar Photos vom repräsentativen „Kaisersaal“ aufnehmen. Eine hastig herbeieilende Person hinderte uns daran — das sei strengstens verboten; zumal für die „von der Presse“. Letzteres wurde in einem Ton vorgetragen, für den „Geringschätzung“ eine vornehme Umschreibung wäre. Klar, dass für das Verbot kein Grund genannt wurde.
Das Gebäude wurde nach der Wende vom Bund für 25 Mio. Mark gekauft, unter Denkmalschutz gestellt und von 1997 bis 1999 mit enormem Aufwand saniert. Der Deutsche Bundestag hat das Haus dann der „Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft“ übergeben, die es für Ihre Zwecke nutzt (nämlich als Clubhaus, um satzungsgemäss die persönlichen Beziehungen der Abgeordneten zu fördern).
Da haben wir also ein schönes Haus — komplett mit öffentlichen Geldern finanziert — und die Parlamentarier achten darauf, dass es die Öffentlichkeit ja nicht zu Gesicht bekommt. Die Wähler und Finanziers könnten ja mitbekommen, in welchem Prunk es sich die hohen Herren gut gehen lassen.