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Brandt, Ludwig und Polidori 18. Mai 2006

Posted by Martin Frech in Events.
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Das Willy-Brandt-Haus der SPD in Berlin hatte ich bisher nicht im Blick als Ort der Photographie. Ein Fehler, wie ich zufällig herausfand, als mich ein Photoauftrag dieser Tage dorthin führte. Wie ich so durch die Gänge schlendere, entdecke ich plötzlich seltene Original-Abzüge von Jewgeni Chaldej (Nachkriegs-Berlin-Motive), die dort einfach so an den Wänden hängen — leider im nichtöffentlichen Teil des Gebäudes. Darunter ein beeindruckendes, aus drei einzelnen Baryt-Abzügen zusammengesetztes Panorama.
Im Foyer mit Fettings bekannter Brandt-Skulptur sind zur Zeit Photographien aus Tschernobyl zu sehen, u.a. die von Gerd Ludwig in der April-Ausgabe der "National Geographic Deutschland" publizierten Arbeiten (nur noch bis 21. Mai). Diese lieblos gehängte kleine Ausstellung ist eine interessante Ergänzug zur aktuellen Ausstellung im Martin-Gropius-Bau. Dort sind noch bis zum 26. Juni großformatige Werke von Robert Polidori zu sehen, darunter eine Serie aus Tschernobyl. Während Polidori hoch ästhetisierte "schöne" Bilder der Verwüstung zeigt, hat Ludwig eher die Folgen für die betroffenen Menschen im Blick seiner Kamera. Aber auch er konnte den "Kontrollraum Nr. 4" nicht auslassen; bei diesem Motiv geht der Punkt jedoch eindeutig an Polidori.

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