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Planfilmentwicklung 17. September 2007

Posted by Martin Frech in Technik.
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Planfilme trocknen
Photo: © Martin Frech

Bislang habe ich meine Planfilme nach alter Väter Sitte in der offenen Schale entwickelt. Das geht auch ganz gut — solange man in einem lichtdichten Raum arbeiten kann. Auf Reisen ist das jedoch nicht immer möglich. Daher habe ich mich nach einem anderen System umgesehen und bin auf den Combi-Plan-Tank aufmerksam geworden, einen Tageslichtentwicklungstank für Filmformate bis 4×5″.

Combi-Plan Tanksystem zur Filmentwicklung
Photo: © Martin Frech

Der Combi-Plan-Tank wird seit mehr als einem halben Jahrhundert unverändert produziert — für mich ein deutlicher Hinweis auf ein bewährtes Produkt. Und tatsächlich: es funktioniert bestens.

Der Filmträger nimmt bis zu sechs Planfilme auf (oder 12, wenn man jeweils zwei Rückseite an Rückseite einlegt). Oben gibt es einen lichtdichten Einlaß zum Befüllen (ein kleiner Trichter wird mitgeliefert), unten einen Abfluß. Der Gummideckel wird nur aufgedrückt, es gibt keine Klammern o.ä. zum Sichern.

Da ich mit dem Tank auch außerhalb der Dunkelkammer arbeiten möchte, nutze ich einen Dunkelsack, um die Filme aus den Kassetten in den Träger umzulegen. Ich wollte mich nicht lange mit Testen aufhalten, sondern gleich richtig loslegen. Also habe ich vier „richtige“ 4×5″-Planfilme (Ilford FP4+) entwickelt.

Das Befüllen und Entleeren des Tanks dauert jeweils ungefähr 30 Sekunden. Um keine ungleichmäßige Entwicklung zu riskieren, habe ich zehn Minuten lang entwickelt (Agfa Rodinal), mit Wasser gestoppt und wie gewohnt Fixiert. Gewöhnungsbedürftig ist für mich die große Flüssigkeitsmenge (1,2 Liter). Sonst unterscheidet sich die Handhabung kaum von der Arbeit mit einer Entwicklungsdose.

Für mich hat das System schon im ersten Einsatz prima funktioniert. Mein Tank ist lichtdicht und tropft nur wenig — und das wichtigste: ich sehe keine Unregelmäßigkeiten auf dem Negativ:
Wohnanlage von Rudolf Maté
Photo: © Martin Frech

Wie man mit mehreren Combi-Plan-Tanks eine klassische Tankentwicklung im kleinen praktiziert, beschreibt Eugene Singer in seinem Text Developing 4X5 Sheet Film: An Alternative Method.

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