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rechenbetonte Photographie 6. Oktober 2007

Posted by Martin Frech in Markt, Technik.
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Adobe arbeitet nicht nur an Software-Lösungen für uns Photographen (Photoshop), sondern ebenso an der Weiterentwicklung der Kamera- und Objektivtechnik. Das geht so weit, daß sich die Firma sogar in der Pflicht sieht, die etablierten Kamera-Hersteller zu neuen Techniken zu drängen.

In der Adobe-Forschungsabteilung wurde nun ein Objektiv-Kluster(1) entwickelt, ein Objektiv in der Art eines vereinfachten Insektenauges, durch das der Kamera-Sensor die photographierte Szene simultan aus 19 leicht verschiedenen Blickrichtungen aufnimmt.

Adobe-Objektiv-Kluster
Dave Story (Adobe) zeigt den Objektiv-Kluster.
(Screenshot aus Audioblog.fr)

Aus einer solchen Aufnahme lassen sich Tiefeninformationen für das Bild entnehmen, etwa zur Erzeugung eines Stereo-Bildpaares. Darüberhinaus eröffnen sich der rechnergestützten Nachbearbeitung bislang ungeahnte Möglichkeiten — beispielsweise die nachträgliche Verlagerung der Schärfeebene (focus/defocus brush) oder sogar eine leichte scheinbare Standortveränderung der Kamera.

Für Adobe ist das aufgenommene Bild im Idealfall nur ein Datenhaufen, der am Rechner möglichst nach belieben bearbeitbar sein sollte. Adobe nennt das computational photography, aus Sicht der Firma die „Zukunft der Photographie“.

Im Audioblog.fr ist ein Video aus einer Adobe-Präsentation entsprechender Hard- und Software-Prototypen zu sehen, die Dave Story (Vice President Interactive Design bei Adobe) für die französische Photo-Presse gegeben hat. Diesen zehnminütigen Blick in die Kristallkugel sollte man sich nicht entgehen lassen.

(1) Kluster: „klump von beeren, früchten u.ä.“ (Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm)

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