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Personalisierte Werbung von HP via DD: epic fail 17. November 2013

Posted by Martin Frech in Ärgernisse.
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Ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich die aktuelle Ausgabe der Fach­zeitschrift „Deutscher Drucker“ (DD, Nr. 23 vom 14.11.2013) aus dem Brief­kasten nahm. Beigelegt war Werbung von Hewlett-Packard (HP), die sofort auffiel, da sie mit der Zeitschrift in einer Plastikhülle verpackt war: ein gefalztes Plakat im B2-Format (70×50 cm), das mit den Daten des Abon­nenten personalisiert bedruckt ist.

Die Personalisierung besteht aus einer groß gesetzten namentlichen An­sprache, einem zur Adresse passenden Stadtplanausschnitt mit markierter und eingedruckter Adresse des Abon­nenten, einem stilisierten Panorama der nächsten Großstadt und auf der Rückseite den Kontaktdaten des für das PLZ-Gebiet zuständigen HP-Vertriebsmitarbeiters.

Im Heft beschreibt ein redaktioneller Artikel die Produktion des Werbe­beilegers.(1) Demnach wollte HP mit einem Druckmuster aufwendig die Individualisierungsmöglichkeiten zeigen, die mit der Druckmaschine „Indigo Press 10000“ machbar sind. 6000 vollpersonalisierte Bogen wurden gedruckt — mit Daten aus der Abo-Datenbank des Deutschen Druckers.

Das Problem ist nun, dass ich nicht „meine“ Version des Plakats bekam, sondern die eines anderen Abonnenten aus meiner Nachbarschaft. Etwas ist im Produktionsprozess offensichtlich schiefgelaufen (der Post kann man das nicht in die Schuhe schieben, da der Adressaufkleber korrekt ist).

Interessanterweise wird im Artikel darauf hingewiesen, wie sichergestellt werden sollte, dass jeder Abonnent den richtigen Beileger erhält; nämlich durch eine Nummer auf dem Beileger, der identisch auf das Adressetikett der Zeitschrift gedruckt wurde. Diese Nummern haben bei der an mich versendeten Sendung jedoch nicht übereingestimmt. Ich nehme an, ein anderer Abonnent des Deutschen Druckers hat „mein“ Plakat bekommen.

Das ist für mich in diesem Fall kein Problem (der Werbe-Effekt ist natürlich dahin). Das Beispiel illustriert jedoch, dass beim Umgang mit persönlichen Daten ganz besonders sorgfältig gearbeitet werden muss: Kleinste Schlampereien können unabsehbare Probleme nach sich ziehen.

(c) Martin Frech; aus: Texture pack Berlin reloaded (2013)
© Martin Frech; aus: Texture pack Berlin reloaded (2013)

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(1) Grajewski, Judith: „Gedrucktes Infotainment“. In: Deutscher Drucker, Nr. 23 vom 14.11.2013, S. 14f

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