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Steve McCurry, der Märchenerzähler 31. Mai 2016

Posted by Martin Frech in Ärgernisse, Fotograf, Gedanken.
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„(…) and so I would say that today I am a visual storyteller, (…)“ (Steve McCurry im Gespräch mit Time) (1)

storyteller (engl.); „der Geschichtenerzähler | die Geschichtenerzählerin“ bzw. „der Märchenerzähler“ (2)

„Im anglo-amerikanischen und europäischen Sprachraum nutzt man den Begriff Geschichtenerzähler (bzw. storyteller) meist als Oberbegriff für Märchen- und Sagenerzähler, (…)“ (3)

(1) Olivier Laurent: Steve McCurry: I’m a Visual Storyteller Not a Photojournalist: http://time.com/4351725/steve-mccurry-not-photojournalist/ [2016-05-31]
(2) Leo: http://dict.leo.org/ende/index_de.html#/search=storyteller&searchLoc=0&resultOrder=basic&multiwordShowSingle=on [2016-05-31]
(3) Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichtenerz%C3%A4hler [2016-05-31]

(Ich frag‘ mich nur, wozu der die letzten Rollen Kodachrome gebraucht hat.)

zum Weiterlesen:

 
 


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Das Selfie — wer hat’s erfunden? 6. März 2015

Posted by Martin Frech in Gedanken, Geschichte.
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Selfies sollte man m.E. nicht mit dem klassischen Selbstportrait gleichsetzen; insofern sind die allfälligen Hinweise auf Robert Cornelius (1809–1893) zwar interessant, führen jedoch nicht weiter. Und Albrecht Dürers (1471–1528) „Selbstbildnis im Pelzrock“ von 1500 ist eben ein gemaltes Selbstportrait, aber kein Selfie. Eher schon Girolamo Francesco Maria Mazzolas (Parmigianino, 1503–1540) etwas später entstandenes „Selbstporträt im konvexen Spiegel“, das zumindest formal an ein Selfie erinnert und jedenfalls als Vorläufer von Maurits Cornelis Eschers (1898–1972) entsprechendem — ebenfalls nicht-fotografischem — Selbstbildnis durchgeht.

In Ridley Scotts Film „Thelma & Louise“ (USA, 1991) gibt es eine Szene, in der Susan Sarandon und Geena Davis das vielleicht erste Selfie der Filmgeschichte mit einer Polaroid-Kamera fotografieren.
Apropos Polaroid: Da fällt mir doch gleich der schonungslose Selbstbetrachter Andy Warhol (1928–1987) ein. Doch sind das Selfies?

Wie auch immer. Laut Wikipedia gibt es das Wort schon lange in einem gänzlich anderen Zusammenhang — obwohl, so ganz anders vielleicht doch nicht?
Die Foto-Bedeutung hat es jedoch erst seit etwa 2002. (1)

Doch nun wissen wir es — in der Zeit war das zu lesen: Orhan Pamuk (*1952) hat „im Grunde“ das Selfie erfunden, so ungefähr im Jahre 2005 sei das gewesen. (2)

(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Selfie [2015-03-06]
(2) „Islamisten denken kindlich naiv“. (Orhan Pamuk im Gespräch mit Sonja Hartwig und Kilian Trotier), in: Die Zeit, #8 vom 19.02.2015, S. 52 f.

 
 


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Worin besteht die Relevanz emulsionsbasierten Fotografierens? 29. September 2014

Posted by Martin Frech in Gedanken, Markt, schaelpic photokunstbar, Technik.
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Foto- und Medienkünstler, die emulsionsbasiert arbeiten, haben zunehmend Probleme mit der Materialbeschaffung.

Sie haben gegenüber den Kollegen in den anderen Sparten — beispielsweise den Malern oder Bildhauern — das Problem, dass sie am Tropf einer Industrie hängen. Und zwar einer Industrie, die mit der angewandten Fotografie und den Vorführkopien des Kinos groß geworden ist. Zu groß für heutige Verhältnisse.

Die angewandten Fotografen sind umgestiegen und im Kino werden Bilder aus Daten projiziert. Jetzt reicht die Material-Nachfrage der Fotokünstler offenbar nicht, um die industrielle Produktion zu finanzieren. Also verschwinden die Produkte vom Markt.

Die Künstler haben jedoch ernsthafte Gründe, an ihrem Material festzuhalten.
Was tun, wenn man weiterhin emulsionsbasiert arbeiten will?

Judith Joy Ross hat mit der Schwarzweiß-Fotografie aufgehört, als ihre Vorräte an Auskopierpapier aufgebraucht waren. Manfred Hamm hört mit der Farbfotografie auf, weil sein bevorzugtes Diamaterial nicht mehr erhältlich ist.

Eine andere Möglichkeit ist, sich von Industrieprodukten unabhängig zu machen; wie beispielsweise die Kollegen von der Nassplatten-Fraktion, die ihr Material selbst beschichten oder Lomig Perrotin, der in Frankreich primitive Rollfilme selbst herstellt.

Eine weitere Möglichkeit wären staatliche Subventionen zum Erhalt der Film- und Fotopapierproduktion.

Das — und den Welterbe-Titel für den fotochemischen Film — fordert beispielsweise die Medienkünstlerin Tacita Dean. Denn wenn eine Filmfabrik erst abgewickelt ist, wären die Schwierigkeiten enorm, die Produktion wieder neu zu starten.

Als ob das Materialproblem nicht schon schlimm genug wäre, habe ich zudem von Kollegen gehört, die sich für das Festhalten an ihrer Arbeitsweise rechtfertigen müssen. Im Sinne von: steig‘ doch endlich um — digital ist doch eh‘ viel besser.

Wäre es nicht sinnvoller, die Kollegen in ihrem Tun zu bestärken: „Don’t kill film, shoot it“ — und sich nebenbei dafür einzusetzen, dass diese Kulturtechnik erhalten bleibt?

Worin besteht heute die Relevanz emulsionsbasierten Fotografierens?

(Aus meiner Einführung zur Podiumsdiskussion „Silber gegen Bytes“ im Museum für angewandte Kunst Köln am 19.09.2014.)

Silber und Bytes | Silber gegen Bytes: Podiumsdiskussion
Silber und Bytes | Silber gegen Bytes; Podiumsdiskussion: Rolf Sachsse (HBKsaar Saarbrücken), Reinhard Matz (Fotograf, Autor und Künstler aus Köln), Miriam Halwani (Museum Ludwig), Thomas Bachler (Künstler aus Dresden) (v.li.).
Foto: Markus Bollen

 
 


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Es ist wichtig, Fotografien zu datieren. 24. Januar 2014

Posted by Martin Frech in Gedanken, Geschichte, Jedes Foto ist historisch.
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Blake Andrews hat auf seinem blog kürzlich pointiert über den Zusammenhang zwischen Fotografie und Zeit geschrieben. Sein Beitrag passt so gut zu meinem aktuellen Projekt 2007 (–> hier finden Sie die Details), dass ich an dieser Stelle gerne darauf hinweisen möchte:

Among its other features, any photo serves as a reference point to past knowledge. It captures a data set, showing what we knew at a certain point. That’s why dates are so essential to photography. Because when that knowledge base changes, as it always does and sometimes quite radically, our interpretation changes. That’s why photographs usually become more interesting with time.

Aus Andrews‘ blog-Beitrag „Young Fort Lee“:
http://blakeandrews.blogspot.de/2014/01/young-fort-lee.html

Wird er bleiben? 7. November 2013

Posted by Martin Frech in Gedanken.
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Wird er bleiben?
Ich bin schon gespannt auf Teil 3 der Saga.

Der Markt für Schwarzweißfilme: Ein kommentierter Überblick mit abschließender Handlungsempfehlung 28. Juli 2013

Posted by Martin Frech in Ärgernisse, Film, Gedanken, Markt, Technik.
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© 2013 Martin Frech, randgebiete.de (Kontakt)
Nachdruck oder Nutzung im Internet (vollständig oder teilweise) bitte nur nach vorheriger Rücksprache

Vor fünf Jahren habe ich mich in einem kurzen Text mit dem Markt für Schwarz­weiß­filme beschäftigt.(1) Anlass für diesen hier noch immer regel­mäßig nach­gefragten Beitrag waren damals Krisen­meldungen über Fujis Filmsparte.

Ganz abgesehen von den Dramen um Diafilme hat sich zwischenzeitlich auf dem sw-Film-Markt wieder einiges getan: Ferrania, Forte, Polaroid und Foto­kemika (Efke) haben komplett aufgegeben, Fuji hat den Neopan 1600 (gab es nur als KB) und den Neopan 400 als Rollfilm zu Grabe getragen, Kodak den Plus-X und den T-Max P3200, der Konica VX400 Monochrome war irgend­wann weg und auch um Fomas Fomapan 100 R gab es entsprechende Gerüchte.

Fujis Neopan 400 (KB) war zwischenzeitlich nicht mehr zu bekommen, letztes Jahr war er plötzlich wieder da. Nun nimmt Fuji diesen Film anscheinend ganz vom Markt(2) (und mutmaßlich mit dem Provia 400X bei der Gelegenheit auch den letzen verbliebenen hochempfindlichen Diafilm überhaupt) — vielleicht auch nur in den USA. Als Ersatz für den Neopan 400 wird in dem von einem Freestyle-Mitarbeiter veröffentlichten Fuji-Bulletin allen ernstes der Acros 100 empfohlen; ein Film mit einer komplett anderen Charakteristik.

Agfa hat in Leverkusen letztmalig 2005 die legendären Filme APX 100 und APX 400 gegossen. Das ist jetzt knapp acht Jahre her. Seitdem wird dieses Material als KB-Film verkauft. APX 400 war recht schnell ausverkauft — dieser Tage wird bekannt, dass nun auch die letzten Meter original Agfa-APX-100-Material verkauft sind. Die gekühlten Vorräte haben somit fast acht Jahre lang gereicht.

Lupus wird ab August unter dem APX-Traditionsnamen ein anderes Material (nur als KB) vertreiben.(3) Welcher „preiswerte Qualitätsfilm“ (Boeddecker) das sein wird, weiß ich leider nicht. Fotoimpex hat daraufhin erstmal die Preise für den echten APX 100 angehoben.

Juli 2013: Die letzten echten APX 100 im Drogeriemarkt (Foto: (c) Martin Frech)
Juli 2013: Die letzten echten APX-100-Filme im Drogeriemarkt
Foto: © Martin Frech

Seit Jahren ist regelmäßig von Herrn Boeddeckers Projekt zu lesen und zu hören, unter manufakturbedingungen den APX 400 wiederzubeleben. Daran wurde tatsächlich gearbeitet, ich habe 2010 auf der Photokina sogar ent­sprechende Muster gesehen. Das Projekt ist jedoch wohl (erstmal) vom Tisch. In seinem online-Forum schreibt Mirko Boeddecker im oben ange­gebenen Thread, dass sich das Projekt unter derzeitigen Markt­bedingungen nicht lohnen würde; angeblich hat er sogar den alten APX 100 bis zur jüngsten Preiserhöhung mit Verlust verkauft.

Zur Photokina 2012 hat Fotoimpex den panchromatischen Silvermax 100 eingeführt (nur KB), samt Spezialentwickler. Beworben wird das Produkt mit einem extra hohen Silbergehalt in der Emulsion. Wer den Film tatsächlich produziert und auf welcher Grundlage, bleibt ein Geheimnis. Mutmaßungen, es handele sich um Agfa-Scala-Restbestände, wurden dementiert.

Vor knapp einem Jahr hat Fotokemika aufgegeben. Die seitdem angebotenen orthopanchromatischen Efke-Filme (und somit auch die CHS-Filme von Foto­impex) sind nur Restbestände. Parallel zu seinem Silvermax will Foto­impex daher einen CHS100 II auf den Markt bringen, sogar „eine vollständige Formatabdeckung von 35mm über Rollfilme bis hin zu extra­großen Plan­filmen“(4) soll es geben. Woher der „neue“ Film kommt, ist aber auch schon wieder ein Geheimnis.

Dann gibt es Maco, die unter dem Rollei-Label alles mögliche vertreiben; vieles davon sind umkonfektionierte Luftbildfilme der Gevaert aus Belgien. (Gibt es eigentlich noch Luftbildfotografie auf Film?)
Weiterhin bereichern die Geschäftemacher der Lomographischen Gesellschaft den Markt mit ihren Eigenmarken — auch hier ist nicht wirklich klar, welches Material als Lady und Earl Grey verkauft wird.

Martin Frech: Im Flughafen Tempelhof, rot-cyan-Anaglyphen-Raumbild
Im Flughafen Tempelhof, Berlin (geschlossen seit 30.10.2008)
Raumbild (rot/cyan) | Fotos am 23.09.2007 auf APX 100: © Martin Frech

Es scheint also insgesamt noch ein so großer Markt für KB-Schwarzweiß­filme zu existieren, dass es sich lohnt, darum zu kämpfen; sogar als Zuschuss­geschäft in einer Mischkalkulation. Nur soviel ist sicher: wirklich neue Filme werden nicht mehr entwickelt.

Kürzlich hat Ferrania zwar bekanntgegeben, wieder in die Filmproduktion einsteigen zu wollen, erstmal jedoch nur mit den alten 21-DIN-Farb­emulsionen; möglicherweise allerdings in einer gewissen Formatvielfalt: „We think it is better to start revamping the very last produced emulsions. The first two that we will make are a color negative film derived from Ferrania Solaris FG-100 Plus (only for still photographs) and a professional color reversal film derived from Scotch Chrome 100. (…) We have the equipment to finish film in almost all photographic and motion picture formats: 110, 120, 126, 127, 135, 220, Super 8, Double 8, 16mm, 35mm and 70mm but at first we will put on line only the ones that are requested by the market.„.(5, Hervorhebung von mir)

Alles, was unter den diversen Handelsmarken (Adox, Bergger, Lomo, Orwo, Rollei, Spürsinn usw.) erscheint, stammt entweder aus Kühlhäusern oder ist umbenannte Ware von den verbliebenen Filmherstellern Fuji, Kodak, Harman, Foma, Gevaert und vielleicht Lucky. Möglich ist auch, dass sich jemand mit einem eigenen Rezept bei einer dieser Firmen seinen „eigenen“ Film machen lässt (in den dort technisch gegebenen Grenzen).

Nun ist umgelabeltes oder lohngefertigtes Filmmaterial ja nicht minder­wertig. Ein korrektes Datenblatt sollte es IMHO aber schon geben — doch schon das ist in diesem Segment leider nicht selbstverständlich.

Aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen sehe ich jedoch zwei grund­sätzliche Probleme:

Man weiss zum einen nicht, wie lange die Filme in welchem Format am Markt bleiben. Es gibt es einige Beispiele aus den letzten Jahren die die dies­bezüglichen Versprechen entlarven. Meine Erfahrungen mit dem Rollei R3 habe ich in (6) beschrieben, der Lomography B&W 100 (mutmaßlich ein Shanghai GP3) war auch nicht allzulange erhältlich und aktuell sind z.B. Lomos sw-Filme auch nicht mehr zuverlässig als Rollfilme zu bekommen.

Zum anderen ist unklar, ob unter dem jeweiligen Label längerfristig das selbe Material verkauft wird, oder ob man plötzlich mit einer anderen Emulsion dasteht (siehe beispielsweise das Theater um die Quellen der verschiedenen Chargen des Rollei RPX 400).

Der Preis ist jedenfalls kein zuverlässiges Argument pro Handelsmarke, wie meine kleine Marktübersicht zeigt (Durchschnittspreise der Händler Foto­impex, Nordfoto und Macodirekt — ohne Berücksichtigung von Mengen­rabatten und Versandkosten — vom 26.07.2013):

Schwarzweiß-Kleinbildfilme (135-36)
21° DIN Brutto-
preis (€)
27° DIN (nominal) Brutto-
preis (€)
Adox Silvermax S/W 4,64    
Fomapan 100 Classic 3,33 Fomapan 400 Action 4,24
Ilford Delta 100 5,22 Ilford Delta 400 5,52
Ilford FP4 4,82 Ilford HP5 Plus 4,85
Kentmere 100 2,98 Kentmere 400 2,98
Kodak T-MAX 100 4,16 Kodak T-MAX 400 4,16
    Kodak Tri-X 400 4,22
Lomography Earl Grey B&W 100 6,63 Lomography Lady Grey B&W 400 6,63
Rollei RPX 100 3,23 Rollei RPX 400 3,23
Rollei Retro 80S 2,32 Rollei Retro 400S 3,23

Dass die Filme der Handelsmarken trotzdem ihre Abnehmer finden, hat wahrscheinlich damit zu tun, dass Kamerafilme für einen großen Teil der Käufer Lifestyle-Produkte sind und präzise Bildergebnisse nicht im Vordergrund stehen („lo-fi“).

Zudem wird häufig nicht mehr mit dem Ziel fotografiert, eine analoge Ver­größerung zu machen — vielen reicht das Digitalisat direkt vom Negativ. Dafür spricht auch, dass der Fotopapier-Markt noch über­sichtlicher ist als der für Negativfilme.(7)
Und wenn man gar nicht an einem in der herkömmlichen Bedeutung „guten“ Negativ interessiert ist, spielt die Erfahrung mit dem Material und die damit einhergehende Abhängigkeit von selbigem auch keine grosse Rolle.

Jedoch gibt es mit Kodak, Harman/Kentmere, Foma und Fuji noch Anbieter, die Filme nach eigenen Rezepten in kontinuierlicher Qualität selbst produ­zieren.

Zu den Herstellern Lucky (SHD 100, SHD 400), Shantou (Era PSS Pan 100) und Shanghai (GP3) aus China sowie Slavich und Tasma(8) aus Russland und eventuell weiteren habe ich leider keine näheren Informationen (Wolfgang Moersch bietet von Slavich das Bromportrait-Barytpapier an und Spürsinn verpackt angeblich russischen Film als Planfilme).

Ich kann es mitunter auch nicht lassen, Maco- oder Lomo-Filme auszu­probieren; beispielsweise weil Maco bis letztes Jahr noch 127er-Roll­filme geliefert hat (wahrscheinlich via Fotokemika/Efke) und weil von Lomo mit dem Orca wieder ein 110er-Kassettenfilm kam (möglicherweise via Filmotec/Orwo).

Für den Alltagsgebrauch kaufe ich jedoch ausschließlich Ware der Hersteller Kodak, Harman und gelegentlich Foma — aus folgenden Gründen:

  1. Diese Anbieter stellen qualitätsgesichert nicht nur 100-ASA-Material her, sondern auch lieferbares 400-ASA-Material.
  2. Deren Emulsionen sind meist sowohl in der Kleinbild- als auch der Rollfilm-Konfektionierung erhältlich, häufig auch als Planfilme.
  3. Eine mittelfristige Verfügbarkeit des Materials ist vergleichsweise sicher (früher wurden Filme sogar weiterentwickelt: siehe z.B. die bis 1931 zurückreichende Ahnenreihe des Ilford HP5+ oder die fast 60-jährige Geschichte des Kodak Tri-X).
  4. Ich bin unabhängig von einzelnen Händlern.

Ich weiss natürlich nicht, ob bei Kodak/Harman/Foma das jeweils komplette Programm kontinuierlich produziert wird, oder ob bei bestimmten Filmen nur Lagerbestände vermarktet werden (und wenn die weg sind, das Produkt ausgelistet wird, siehe aktuell Kentmere und das Kalttonpapier(9)).

Auch weiss ich, dass Kodak insgesamt ein Wackelkandidat ist. Es ist nicht aus­geschlossen, dass dort auch bei der Filmsparte ganz plötzlich der Stecker gezogen wird — wie bei der Filmfabrik Wolfen (1994), Agfa (2005), Forte (2007), Polaroid (2008), Ferrania (2009) und Fotokemika (2012). Das erscheint mir bei Harman unwahrscheinlicher, da die Firma die Umstrukturierung schon hinter sich hat und das Schwarzweiß-Geschäft noch deren einziger Geschäfts­zweck ist.

Ich habe schon so manchen Film kommen und gehen sehen, von einigen habe ich die Verpackungen aufbewahrt. (Foto: (c) Martin Frech)
Ich habe schon so manchen Film kommen und gehen sehen, von einigen habe ich die Verpackungen aufbewahrt.
Foto: © Martin Frech

Foma-Filme mag ich gerne, vor allem den Fomapan 400, ebenso Harmans Ilford HP5+. (Würde ich scannen, fiele meine Wahl auf Kodaks Tri-X.) Bei wenig Licht gefällt mir Kodaks T-Max 400, den ich regelmäßig mit einem EI von 33° DIN belichte. Diese drei Filme sind meine Favoriten, schon weil ich sie jeweils als KB-, Roll- und 4×5″-Planfilme bekomme.

Für welchen Film man sich letztlich entscheidet, ist Geschmackssache — die Qualität einer Fotografie misst sich jedenfalls nicht primär an der verwendeten Emulsion und wirklich schlechtes Material ist nicht mehr am Markt. Jedenfalls außerhalb von ebay — dort wurde kürzlich sogar noch der Foto 64 der ver­blichenen Svema angeboten; ein schon zu DDR-Zeiten berüchtigter Film.

Wichtig ist, dass man sich die Zeit nimmt, sein Material unter den ver­schiedenen persönlichen Arbeitsbedingungen kennenzulernen. Hat man einen Favoriten gefunden, sollte man sich möglichst viel davon kaufen und ein­frieren. Filme werden nie mehr so günstig sein wie heute und gefrorene Schwarz­weißfilme halten sehr lange. Um die Chemie muss man sich ebenfalls keine großen Sorgen machen: Im Gegensatz zu den Farbentwicklern kann man sich die Schwarzweißentwickler einfach aus wenigen Grundchemikalien selbst mixen — die Rezepte sind vielfach dokumentiert.

.. — ..
(1) Martin Frech: Gedanken zum Markt für Schwarzweissfilm. online: https://medienfrech.wordpress.com/2008/03/23/gedanken-zum-markt-fur-schwarzweissfilm/ [2013-07-23]
(2) https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10152451140034298&set=a.388202754297.167158.349078044297&type=1http:// [2013-07-23]
(3) http://forum.fotoimpex.de/index.php?showtopic=3045 [2013-07-23]
(4) http://forum.fotoimpex.de/index.php?showtopic=2971 [2013-07-23]
(5) Nicola Baldini: An unexpected great feedback. online: http://www.filmferrania.it/blog/2013/7/27/a-great-feedback [2012-07-27]
(6) Martin Frech: Film: Rollei R3. online: https://medienfrech.wordpress.com/2009/07/26/film-rollei-r3/ [2013-07-23]
(7) Martin Frech: Marktübersicht Baryt-Fotopapiere 10/2012. online: https://medienfrech.wordpress.com/2012/10/28/marktubersicht-baryt-fotopapiere-102012/ [2013-07-23]
(8) http://www.slavich.com/; http://www.tasma.ru/en/ [2013-07-24] (–> Bildbeispiele auf Tasma-Film bei flickr)
(9) Martin Frech: KENTMERE Fineprint VC FB eingestellt: Letztes verbliebenes Kalttonpapier ist bald Geschichte. online: https://medienfrech.wordpress.com/2013/07/19/kentmere-fineprint-vc-fb-eingestellt-letztes-verbliebenes-kalttonpapier-ist-bald-geschichte/ [2013-07-24]

–> Mission: analog ≠ retro
 
 
 


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Die Materialfrage des Dia-Fotografen 4. Juli 2012

Posted by Martin Frech in Fotograf, Gedanken, Markt, Technik.
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Ole, ein Leser meines blogs, hat mich auf ein Interview mit Manfred Hamm aufmerksam gemacht, das auf Spiegel Online veröffentlicht wurde.(1)(2) Anlass für Hilmar Schmunds Fragen war die Eröffnung einer Ausstellung von Hamms Konzerthaus-Fotos in einem Kongress-Zentrum in Mannheim.

Als Foto-Pionier würde ich Manfred Hamm (geb. 1944) nicht bezeichnen. Mir ist er vor allem als Maschinen- und Architekturfotograf ein Begriff. Seine Bücher Tote Technik (1981) und Sterbende Zechen (1983) waren unter den ersten Fotobücher, die ich mir gekauft habe. Hamm ist bekennender Großformat-Fotograf, er arbeitet farbig und schwarzweiß — jedoch nur auf Film. Bildbeispiele finden Sie auf seinen Web-Seiten.(3)

Im Interview outet sich Manfred Hamm als Dia-Fotograf, der für Farbfotos ausschließlich mit den schon seit längerem nicht mehr erhältlichen Kodak-Ektachrome-Materialien EPD und EPY arbeitet; fast schon ein konzeptueller Ansatz. Hamms tiefgefrorene Vorräte sind nun beinahe aufgebraucht und Kodak produziert keine Diafilme mehr. Im Interview gibt Hamm das als Grund an, mit der (Farb-)Fotografie aufzuhören.

Jetzt würden mich Details interessieren, doch dafür ist Spiegel Online natürlich das falsche Forum.

Mein erster Reflex war die Frage, warum er nicht sein Konzept ändert und auf ein anderes Material umsteigt. Immerhin gibt es mit Fujis RDPIII noch ein letztes im 8×10-Format lieferbares Dia-Material; auch ein Wechsel auf Farbnegativ-Film wäre denkbar. Es ist also möglich, sich eine Tiefkühltruhe anzuschaffen und genügend frischen Farbfilm für spätere Projekte einzulagern.

Doch das Aufnahmematerial ist nur ein Aspekt der analogen Fotografie. Der Film muss ja auch entwickelt werden und Fachlabore schränken ihre entsprechenden Analog-Services zunehmend ein. Gut, sowohl E-6 als auch C-41 kann man im eigenen Labor entwickeln. Doch zum einen müssen die auf dem Gebraucht-Markt zwar erhältlichen aber ältlichen Maschinen regelmäßig gewartet werden — was auch nicht einfacher wird. Zum anderen ist die Prognose schwierig, wie lange die Chemie (v.a. für E6) noch lieferbar sein wird.

Zur Zeit ist die Film-Entwicklung also noch zu organisieren. Aber dann? Wie wird aus dem Dia ein Print? Die ILFORD Imaging Switzerland GmbH hat die Produktion der Ilfochrome-Materialien eingestellt. Die wenigen Labore, die überhaupt noch Dia-Vergrößerungen anbieten, können also nur noch kurze Zeit mit den Restbeständen arbeiten. Klassische Color-Vergrößerungen vom Negativ wird man wohl noch etwas länger bekommen können; in ausgesuchten Laboren. Wer seine Dias nicht als hinterleuchtete Originale präsentieren will (oder bei kleineren Formaten natürlich in der Projektion), dem bleibt daher nur der hybride Weg: digitalisieren und ausbelichten oder tintendrucken.

Ich weiß leider nicht, wie Manfred Hamm darüber denkt — zumal er wohl eher für Bücher arbeitet und mithin seine Fotos primär für die Auswertung via Reproduktion anfertigt. Und ich weiß auch nicht, wie die Prints für seine aktuelle Ausstellung entstanden sind.

Ich kann jedoch gut verstehen, wenn jemand, der die Möglichkeiten des Handwerks und die visuelle Kraft der sauber ausgearbeiteten handvergrößerten Unikate kennt, den hybriden Weg nicht gehen will. Und ich habe Respekt vor der künstlerischen Entscheidung, auf Grund der Material-Situation einfach nicht mehr farbig zu fotografieren.

Ein Hamm-bashing à la alter Mann kann nicht mehr mit der Zeit gehen, wie es aktuell durchs Web schwappt, finde ich dagegen respektlos und unangemessen.

Haben Sie diesen Beitrag gerne gelesen? Mussten Sie schmunzeln oder haben Sie etwas Neues erfahren? –> So unterstützen Sie diesen blog.


(1) Kommentar zu meinem Text Skia Photography: Posterdruck de luxe (aktualisiert). Online verfügbar: https://medienfrech.wordpress.com/2009/05/23/skia-photography-posterdruck-de-luxe/#comment-659 [2012-07-04]
(2) Foto-Pionier Manfred Hamm: „Digital ist doch alles eine Soße“. Online verfügbar: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/fotograf-manfred-hamm-ueber-konzerthaeuser-und-digitale-fotos-a-837546.html [2012-07-04]
(3) Manfred Hamm Photography. Online verfügbar: http://www.hamm-photographie.com/index.html [2012-07-04]

thematisch passender Text auf NzPh: Gedanken zum Markt für Schwarzweissfilm (03/2008)

Farbe ist wie Süßkram 12. Oktober 2011

Posted by Martin Frech in Gedanken, Technik.
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Jeder Digitalfotograf fotografiert schwarzweiß — technisch gesehen; die Farbe wird nach der Aufnahme aus dem Datensatz berechnet. Aufmerksame Leser meines blogs wissen, dass mir dieser Unterschied zur filmbasierten Fotografie wichtig ist.
Auf die Schwarzweiß-Daten hat man jedoch keinen direkten Zugriff. Das hätte aber auch wenig Sinn, da das Licht ja schon durch die Bayer-Matrix ging bzw. beim Foveon-Sensor in unterschiedlichen Schichten getrennt wurde.
Die gängigen Interfaces zur Bildbearbeitung präsentieren die Kameradaten als Farbbild, das bei Bedarf (wieder) in ein Schwarzweißbild umgerechnet werden kann. Es gibt aktuell keine Digitalkamera im unteren/mittleren Preisbereich, die nur die Helligkeitswerte digitalisiert und die Sensordaten monochrom durchreicht. Im oberen Preisbereich bietet PhaseOne das Achromatic-Digitalrückteil für Mittelformat-Kameras an.

Hier sollen jedoch nicht die technischen Vor- und Nachteile diverser Sensoren verhandelt werden — es geht um Bildgestaltung. Mike Johnston hat kürzlich auf seinem blog The Online Photographer interessante Gedanken zum Thema Schwarzweiß-Sehen-Lernen in der digitalen Ära notiert. In Temptations (Digital B&W Part II) verglich er das s/w-Empfinden des durchschnittlichen farb-gewohnten Digitalfotografen mit dem Essverhalten der Ratte, die bis zum Hungertod Zuckerwasser ihrer Nahrung vorzieht: Das schiere Wissen „wenn ich will, ist die Farbe in den Daten trotz allem immer da“, verhindere eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den ästhetischen Herausforderungen der Schwarzweiß-Fotografie.
Farbe ist verführerisch und hat in Johnstons Analogie für den, der — vom Digitalen kommend — in die s/w-Fotografie einsteigen will das Suchtpotential von Heroin, Crack oder mindestens das von Zucker. Die omnipräsente Farbe verhindere per se die Ausbildung eines entsprechenden Blicks. Der s/w-Aspirant in Digitalien kommt also nicht vom Fleck, weil ihm die Industrie das entsprechende Werkzeug verweigert.

Das mag so sein, ich kann das nicht wirklich beurteilen. Fotografie auf Film und Fotografie auf Sensoren sind halt verschiedene Medien (vgl. z.B. auch meinen Beitrag Plakatgestaltung und sw-Aufnahmen).
Johnstons Polemik berührt jedoch einen wesentlichen Aspekt der Fotografie auf analogen Speicher: man muss sich entscheiden.
Wähle ich einen grobkörnigen Film oder einen feinkörnigen, wähle ich einen Farb- oder einen Schwarzweißfilm, einen Negativ- oder einen Diafilm. Die für das spätere Bild wesentliche Entscheidung der Filmwahl muss ich vor der Aufnahme treffen — und kann sie später nicht mehr ändern.
Die Wahl des Materials ist ein wesentlicher Aspekt im künstlerischen Prozess bzw. der Unterschied zwischen „Ich mache mir vor der Aufnahme Gedanken“ und „Das Problem löse ich in der Nachbearbeitung“ (pre visualizing vs. post processing).

Filmlook 21. September 2008

Posted by Martin Frech in Gedanken, Technik.
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In der Videobranche wird häufig der Filmlook als Werbeargument bemüht. Abgesehen davon, dass man ja nur auf Film aufnehmen müsste, um ihn zu bekommen — was ist das eigentlich?

Die Radaktion der Zeitschrift Film- und TV-Kameramann definiert das in der aktuellen Ausgabe (9/2008) so:
… keine elektronischen Zeilen im vorgeführten Material sichtbar; keine typischen Video-Artefakte wie Treppchen-Kanten, Farbsäume und Lichtschlieren; keine sichtbare Konturanhebung; harmonischer Farbverlauf und hohe Farbtonvielfalt; Texturreichtum in großen farbigen Flächen; schwirrendes schwebendes Korn statt „festgenagelte“ Pixel; hoher Kontrastumfang; Tonwertreichtum und weicher, harmonischer Gradationsverlauf in den Lichtern; natürliche und tonwertreiche Hauttöne.

Wie gesagt, wir haben ja Film.

Gedanken zum Markt für Schwarzweißfilm 23. März 2008

Posted by Martin Frech in Gedanken, Markt.
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Fujifilm wird Fujipharma

Fujifilm ist dem Namen nach und speziell in unserer Branche ein Begriff für photographische Aufnahmefilme. Und in der Tat stellt die Firma diese auch her. Das Film-Geschäft trägt jedoch nur noch unbedeutend zum Ertrag der Fujifilm-Holding bei.(1)

Fujifilm-Chef Shigetaka Komori sieht die Zukunft des Unternehmens im Pharma-Bereich und kauft entsprechende Firmen im großen Stil auf: „We aim to become a comprehensive health-care company„. Offenbar lässt sich das Know-how, das sich bei Fujifilm zur Filmherstellung angesammelt hat, gut für die Herstellung von Medikamenten nutzen.

Fujifilm Neopan-400-Container
Probleme mit der Qualitätskontrolle?
Fujifilm Neopan-400-KB-Container mit falscher Kennzeichnung

Photo © Martin Frech, Berlin

Wichtige Geschäftsfelder von Fujifilm sind heute Flachbildschirme und Bürokopierer, zunehmend auch Medizintechnik (Gen-Analyse, Ultraschall- und Röntgenbild). Filmfabriken wurden schon geschlossen, die Kameraproduktion von Japan nach China verlagert. Es könnte also sein, dass Fujifilm sein Filmgeschäft bald aufgeben wird.

Bei Kodak sieht es ähnlich aus, Agfa und Polaroid sind Geschichte

Somit gibt es mit Ilford nur noch eine Firma, deren Kerngeschäft die komplette Palette an Schwarzweiss-Materialien ist und die diese mit hohem Qualitätsanspruch selbst produziert.

Es gibt kleine Anbieter, die sich in diese vermeintliche Lücke drängen und den sehr kleinen Markt fragmentieren. Dieser Markt lebt wesentlich von der Nachfrage der Liebhaber und der Künstler. Diese kleinen Anbieter, die entweder Material von den Großen/Verblichenen umetikettieren und/oder manufakturähnlich selbst herstellen (wollen), verstehen es teilweise sehr geschickt, das Internet als Marketingplattform zu nutzen. Sie versuchen, den Eindruck zu erwecken, sie seien die wahren Sachverwalter der silbernen Kunst.

Ich sehe das anders und kaufe bei Ilford. Dort glaube ich meinen Materialbedarf zukünftig am ehesten gesichert, und das in zuverlässiger Qualität und einer gewissen Bandbreite. Bei den „neuen kleinen“ weiß ich zur Zeit nicht zuverlässig, welche Emulsionen sich unter den Etiketten verbergen und ob sich dies bei der nächsten Lieferung wieder geändert haben wird. Auch erwarte ich von dort kein modernes Material — diese Anbieter beschäftigen man sich m.W. nur mit klassischen Emulsionen und haben (außer mit Efkes 127er-Rollfilm) nichts zu bieten, das ich nicht auch bei Ilford bekäme. Und jeder Kauf bei denen schmälert Ilfords wacklige Zukunftschancen.

(1) Hall, Kenji: Fujifilm Focuses on Pharma. In: businessweek.com. Online verfügbar: http://www.businessweek.com/globalbiz/content/mar2008/gb20080312_471823.htm (2008-03-23)

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Nachtrag (Okt. 2008):
Diesen Beitrag habe ich vor über einem halben Jahr geschrieben. Die Einschätzung bezüglich der Umetikettierer hat sich m.E. bestätigt, als Maco den Vertrieb des Rollei R3 in Planfilmformaten aufgegeben hat (man lese nochmal die großspurigen Ankündigungen mit den langfristigen Lieferversprechen in einer beeindruckenden Formatvielfalt).
Vielleicht war jedoch die Einschätzung bezüglich Ilford zu optimistisch. Die Firma war nicht mit einem Stand auf der Photokina 2008 vertreten (ist das ein Zeichen?), andererseits konnte Kodak mit dem neuen T-Max 400 (TMY-2) punkten. Letzteren gibt es auch in Planfilmformaten, während Ilford den Delta 400 weiterhin nur gerollt anbietet.