jump to navigation

ab 28. Juli 2017 in der schaelpic photokunstbar, Köln: VON WEGEN — mit meiner Arbeit „Globalisierung konkret“ 26. Juli 2017

Posted by Martin Frech in Foto-Ausstellung, Foto-Projekt, Fotoausstellung, schaelpic photokunstbar.
Tags: , , , , , , ,
add a comment

Abstract.
On 28 July, at 7:30 pm, there will be the opening of schaelpic photokunstbar’s new exhibition ‚VON WEGEN‘. It is a group exhibition by four photographers, showcasing my new body of work Globalisierung konkret (a series of twelve silver gelatine black and white prints). The photos are a documentation of a trip to the post office: We bought in the USA and had to pick-up the mailing personally at the customs office in the neighboring city; see my website for details.
 

Tobias D. Kern: aus der Serie The Haludovo Palace Hotel
© Tobias D. Kern: aus der Serie The Haludovo Palace Hotel
 

Rendez Vous heißt Anna C. Wagners Leidenschaft für dreidimensionale Riefelbilder, die Photographien verbinden und Geschichten erzählen.

Wie in einem Luxushotel Sozialismus auf Kapitalismus traf und wie es mit ihm bergab ging, zeigt Tobias D. Kern in seiner Serie The Haludovo Palace Hotel.

Was selbst die chinesischen Machthaber nicht verhindern können, hat Frank Doering in Kailash Kora photographiert. Seit hunderten von Jahren pilgern Tibeter unter größten Strapazen rund um dem Mount Kailash.

Wie Globalisierung konkret aussieht präsentiert Martin Frech in einer Arbeit über seinen Sohn auf dem Weg zum Zollamt. Das Ziel ist nicht Erleuchtung, sondern der Magnetic Cube.

Anna C. Wagner — Tobias D. Kern — Frank Doering — Martin Frech: VON WEGEN
Ausstellungsort:
schaelpic photokunstbar
Schanzenstraße 27
51063 Köln
Tel. (02 21) 29 99 69 20
Ausstellungsdauer:
31.07. bis 29.09.2017
(Mo. bis Fr., 10 bis 18 Uhr
und nach Vereinbarung)
Vernissage:
Freitag, 28. Juli 2017, ab 18.30 Uhr

Martin Frech: #09 aus der Serie Globalisierung konkret
© Martin Frech: #09 aus der Serie Globalisierung konkret
 

Zu meiner Arbeit Globalisierung konkret:

Die Globalisierung — hier wertfrei verstanden als die seit Jahrzehnten zunehmende internationale Vernetzung auf vielen Ebenen — hat vielerlei Auswirkungen auf mich. Solche, die für mich eher abstrakt sind und indirekt auf mich wirken und andere, die mich konkret in meinem Alltag betreffen. Sie zeitigt Aspekte, die mir Unbehagen bereiten — hat für mich jedoch auch ihre angenehmen Seiten.

Mit dieser Arbeit habe ich einen Aspekt von Globalisierung vertieft, der mich regelmäßig konkret betrifft: Der Besuch des Zollamts als eine Begleiterscheinung internationalen Einkaufens. Erstmals taucht das Thema auf in meiner Serie „Jedes Foto ist historisch“ (2007) mit einem Bild des Postzollamts Berlin-Schöneberg. Seither war ich regelmäßig bei Postzollämtern und mir ist trotz Nachfragens nicht klar, warum manche Sendungen an der Haustür angeliefert werden und ich andere persönlich abholen muss.

Anfang März 2017 war es wieder einmal soweit, den Gang zum Postzollamt anzutreten: Mein Sohn hatte einen Puzzle-Würfel in USA eingekauft (ein anderer Würfel, den wir ein Vierteljahr später kauften, wurde normal zugestellt — es gibt wohl eine Zufallskomponente). Da es in unserer kleinen Stadt kein Postzollamt gibt, mussten wir dafür einen Ausflug in die Nachbarstadt unternehmen; für mich ein Anlass, die vorliegende Sequenz zu fotografieren.

Formal bezieht sich „Globalisierung konkret“ auf meine Arbeit „Celebi heimholen“ (2011). Damals dokumentierte ich eine Fahrt, die ich mit meinem Sohn unternahm, um das Pokémon Celebi downzuloaden. Beide Serien habe ich mit der Halbformat-Kamera Agfa Parat-I fotografiert und im selben Format ausgearbeitet.

Weitere Infos auf meiner Webseite:
www.medienfrech.de/foto/portfolio/globalisierung-konkret/

 


(Ich weiß, die Werbung nervt. Und ich kann nicht einmal entscheiden, was hier gezeigt wird.)

Neu im Kameralager: Agfa Parat-I 9. April 2007

Posted by Martin Frech in Randgebiete-Projekt, Technik.
Tags: , , ,
7 comments

Kürzlich bin ich wieder einmal dem Gear Acquisition Syndrome erlegen und habe mein Kameralager um eine gebrauchte Agfa Parat-I ergänzt (technische Daten siehe Tab. 1).

Agfa Parat-I
Abb. 1: Agfa Parat-I mit Blitz isi (Photo: Martin Frech)

Die Kamera ist in einem guten Zustand, fast wie neu. Als Zubehör mitgeliefert wurden das Blitzgerät Agfa isi sowie eine lederne Bereitschaftstasche. Das Blitzgerät verfügt über einen Mittenkontakt, ein Anschluß für ein Synchronkabel ist jedoch nicht vorhanden. Im Blitzgerät befand sich noch eine angejahrte, jedoch noch dichte Trockenbatterie vom Typ Varta 74 (15 Volt); Blitzbirnchen waren leider nicht dabei.

Die etwa 40 Jahre alte Parat-I benötigt keine Batterie, funktioniert prächtig und ist ausreichend lichtdicht. Ungewohnt — aber dem Halbformat geschuldet (vgl. Abb. 2) — ist, dass man mit der üblichen Kamerahaltung Photos im Hochformat aufnimmt. Blende und Verschlußzeiten werden über Schieber, nicht wie üblich über Drehringe eingestellt.

Der Auslöser befindet sich neben dem Objektiv an der Vorderseite der Kamera und ist ebenfalls als Schieber ausgeführt. Das Auslösen benötigt dadurch relativ viel Kraft. Etwas unhandlich ist dieser Mechanismus, wenn man die Kamera für Aufnahmen im Querformat hochkant hält.

Freunde kreisrunder Blendenöffnungen kommen nicht auf ihre Kosten: Die viereckige Blende wird nur aus vier Lamellen gebildet. Das Bokeh ist mir jedoch nicht als unschön oder gar störend aufgefallen.

Der Zeitenbereich mag im Einzelfall zu eng sein, war für mich bisher jedoch ausreichend. Ich empfehle jedoch, mit Negativfilm zu arbeiten (ideal ist der Ilford XP2, dann kann man den Belichtungsmesser zu Hause lassen). Stativgewinde und B-Einstellung machen die Kamera zudem uneingeschränkt nachttauglich.

Mit ungefähr 72 Aufnahmen pro Film, einem Minox-Stativ-tauglichen Gewicht, dem geringen Packmaß sowie der praxisgerechten Nahgrenze hat sich die Parat-I für mich als Immer-dabei-Kamera bewährt und teilt sich diese Aufgabe zur Zeit mit der Yashica T5 und der Minox 35 GT.

Bilder von mir und anderen, die mit einer Agfa Parat-1 entstanden, sehen Sie bei flickr.

Haben Sie diesen Beitrag gerne gelesen? Mussten Sie schmunzeln oder haben Sie etwas Interessantes erfahren? –> So unterstützen Sie diesen blog.

Halbformat-Filmstreifen
Abb. 2: Halbformat-Negativstreifen (Photos: Martin Frech)

Tab. 1: Technische Daten der Agfa Parat-I

Agfa Parat-I
Typ Sucherkamera
Filmformat/
Negativformat
Kleinbild/
Halbformat (18 mm x 24 mm)
Objektiv Color Apotar 1:2,8/30 mm
(entspricht 43 mm bei KB)
3 Linsen, vergütet
Blende 2,8 bis 22
Nahgrenze: 90 cm
Filtergewinde
Fokusierung manuell, Rasten und Symbole für Portrait, Gruppe und Landschaft sowie eine Entfernungsskala
Belichtungsmesser
Verschluß Agfa Paratic
Zeiten: B, 1/30 s, 1/60 s, 1/125 s
Anschluß für Drahtauslöser vorhanden
Selbstauslöser
Blitzkontakt Mittenkontakt im Zubehörschuh (X-Synchronisation)
Filmtransport manuell, Schnellschalthebel
Filmzählwerk rückwärtszählend, Anfang einstellbar
Stativgewinde 1/4 Zoll
Maße/
Gewicht
ca. 105 mm x 70 mm x 50 mm (BxHxT)/
ca. 320 g (mit Film, ohne Zubehör)
Hersteller/
Produktionszeit
AGFA-Camerawerke, München/
1963 bis 1968

Haben Sie diesen Beitrag gerne gelesen? Mussten Sie schmunzeln oder haben Sie etwas Neues erfahren? –> So unterstützen Sie diesen blog.