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Marktübersicht Farbnegativ-Filme (Aug. 2016) 28. September 2016

Posted by Martin Frech in Ärgernisse, Film, Markt.
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Im Zuge der Vorbereitungen für einen Workshop habe ich mir kürzlich eine Übersicht verschafft über die noch erhältlichen Farbnegativ-Filme für die bildmäßige Fotografie.
Auf den ersten Blick sieht das Angebot angenehm vielfältig aus. Klammert man jedoch den Junk aus und benötigt zusätzlich zu den Kleinbild- auch Roll- bzw Planfilme, sieht’s düster aus:
Fuji hat den Pro 160 kürzlich abgekündigt. Nun liefert nur noch Kodak 4×5″- bzw. 8×10″-Blattware; für brutto je etwa 5 € bzw. 25 € je Blatt.

Martin Frech, NzF: Marktuebersicht Farbnegativ-Filme (Aug. 2016)
 

–> Shoot film, don’t kill it: http://www.savefilm.org/

 
 


(Ich weiß, die Werbung nervt. Und ich kann nicht einmal entscheiden, was hier gezeigt wird.)

Blick in mein Archiv: Berlin, September 1987 2. Januar 2015

Posted by Martin Frech in 2007, Blick in mein Archiv, gute Idee, Jedes Foto ist historisch, Photo: Frech.
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(c) Martin Frech: Mauer (Kreuzberg), Berlin, September 1987
Mauer (Kreuzberg), Berlin, September 1987
© 1987 Martin Frech Fotografie

 
 


(Ich weiß, die Werbung nervt. Und ich kann nicht einmal entscheiden, was hier gezeigt wird.)

Film: Rollei Redbird 400 (redscale) 1. September 2009

Posted by Martin Frech in Technik.
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Rollei Redbird 400
Text und Bilder © Martin Frech, 2009 (Kontakt)
Nachdruck oder Nutzung im Internet (vollständig oder teilweise) bitte nur nach vorheriger Rücksprache

Der Rollei Redbird ist ein konventioneller 27-DIN-Farbnegativ-Kleinbildfilm, der umgekehrt in die Patrone konfektioniert wurde. In der Kamera zeigt die Schichtseite daher zur Rückwand und wird durch den Träger belichtet — mit der Folge, dass die üblicherweise vorne liegende blauempfindliche Schicht unbelichtet bleibt, da das blaue Licht vom Gelbfilter absorbiert wird. Bei der Entwicklung wird daher kein gelbes Bild gebildet.
Wenn man beim Vergrößern nun die Grautöne neutral filtert, bekommt das Positiv eine rot-braune Anmutung.

prinzipieller Aufbau des Farbnegativfilms:
------------------------
Schutzschicht
------------------------
blauempfindliche Schicht --> Gelb-Bild
------------------------
Gelbfilter
------------------------
grünempfindliche Schicht --> Magenta-Bild
mit gelber Maske
(auch blauempfindlich)
------------------------
Rotfilter
------------------------
rotempfindliche Schicht  --> Cyan-Bild
mit roter Maske
(auch blauempfindlich)
------------------------
Lichthofschutz
------------------------
Träger
------------------------
Wegen der roten und der gelben Masken hat der entwickelte Film in der Durchsicht eine orange Färbung.

(c) Martin Frech: Einlegen des Rollei Redbird
Einlegen des Rollei Redbird 400 in die Kamera: Die Schichtseite zeigt zur Rückwand.
Photo © Martin Frech, Berlin

Einen Farbnegativfilm durch den Träger zu belichten ist keine ganz neue Idee und stammt weder von den Lomographen noch von Maco/Spürsinn usw.
Als Redscale-Technik bekannt, funktioniert das Verfahren üblicherweise so, dass ein handelsüblicher Farbnegativfilm im Dunkelsack umgespult wird. Kelly Hoffart hat dazu eine populäre Anleitung verfasst (1); die flickr-Gruppe Redscale Film zeigt entsprechende Bilder.(2)

(c) Martin Frech: Berlin, Schoeneberger Strasse
Berlin, Schöneberger Straße
Photo © Martin Frech, Berlin

Die Geschäftemacher der „Lomographischen Gesellschaft“ waren die ersten, die mit dem Lomography Redscale 100 einen entsprechend konfektionierten Film auf den Markt brachten; Maco hat mit dem höherempfindlichen Rollei Redbird 400 nachgelegt.

Kaufhaus, Berlin
Kaufhaus, Berlin
Photo © Martin Frech, Berlin

Der Rollei Redbird kostet etwa 5 Euro, der Lomo-Film 4 Euro. Mancher Purist mag es als Geldverschwendung ansehen, einen solchen Film zu kaufen; zumal man Farbnegativ-Filme für unter einen Euro bekommen kann.
Die saubere Konfektionierung, die auch im Großlabor keine Probleme macht, sowie die Zeitersparnis sprechen m.E. jedoch für das Fertigprodukt.

(c) Martin Frech: Edenkobener Steg
Edenkobener Steg
Photo © Martin Frech, Berlin

Der Rollei-Film hat gegenüber dem Lomo-Film den Vorteil der höheren Nennempfindlichkeit.
Da die Belichtung durch den Träger einen deutlichen Empfindlichkeitsverlust bewirkt, hat der Lomo-Film eine effektive Empfindlichkeit von etwa 15 bis 18 DIN, der Rollei-Film etwa 21 bis 24 DIN.
(Bis auf die Farbtafel habe ich alle hier gezeigten Aufnahmen mit 24 DIN belichtet.)

(c) Martin Frech: Selbstbedienung
Selbstbedienung
Photo © Martin Frech, Berlin

Ich habe meinen Film beim Großlabor Cewe entwickeln lassen; das Ergebnis war erwartungsgemäß gut. Gewöhnungsbedürftig ist für mich jedoch, dass alle Abzüge seitenverkehrt sind; die hier gezeigten Photos sind Scans vom Negativ.

(c) Martin Frech: Eisenbahnbrücke über den Teltowkanal
Eisenbahnbrücke über den Teltowkanal
Photo © Martin Frech, Berlin

Zur Verdeutlichung, wie die Farben mit der Redscale-Technik reproduziert werden, hier die Munsell-Farbtafel via Rollei Redbird 400:
Munsell-Farbtafel via Rollei Redbird 400
Munsell-Farbtafel, Rollei Redbird 400, EI 21 DIN
Munsell-Farbkarte
Zum Vergleich: Die „echten“ Farben
Munsell-Farbtafel via Rollei Redbird (grau neutral)
Munsell-Farbtafel, Rollei Redbird 400, EI 21 DIN, grau neutral

(c) Martin Frech: Rathaus Steglitz, Berlin
Rathaus Steglitz, Berlin
Photo © Martin Frech, Berlin

(c) Martin Frech: Oel-Lager am Teltowkanal
Öl-Lager am Teltowkanal
Photo © Martin Frech, Berlin

(1) Kelly Hoffart: How-To: Make Redscale Film (21.07.2007). Online verfügbar: http://fmphotocourses.blogspot.com/2007/07/how-to-make-redscale-film.html (2009-09-01)
(2) Flickr-Gruppe Redscale Film: http://www.flickr.com/groups/redscale/ (2009-09-01)