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ab 28. Juli 2017 in der schaelpic photokunstbar, Köln: VON WEGEN — mit meiner Arbeit „Globalisierung konkret“ 26. Juli 2017

Posted by Martin Frech in Foto-Ausstellung, Foto-Projekt, Fotoausstellung, schaelpic photokunstbar.
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Abstract.
On 28 July, at 7:30 pm, there will be the opening of schaelpic photokunstbar’s new exhibition ‚VON WEGEN‘. It is a group exhibition by four photographers, showcasing my new body of work Globalisierung konkret (a series of twelve silver gelatine black and white prints). The photos are a documentation of a trip to the post office: We bought in the USA and had to pick-up the mailing personally at the customs office in the neighboring city; see my website for details.
 

Tobias D. Kern: aus der Serie The Haludovo Palace Hotel
© Tobias D. Kern: aus der Serie The Haludovo Palace Hotel
 

Rendez Vous heißt Anna C. Wagners Leidenschaft für dreidimensionale Riefelbilder, die Photographien verbinden und Geschichten erzählen.

Wie in einem Luxushotel Sozialismus auf Kapitalismus traf und wie es mit ihm bergab ging, zeigt Tobias D. Kern in seiner Serie The Haludovo Palace Hotel.

Was selbst die chinesischen Machthaber nicht verhindern können, hat Frank Doering in Kailash Kora photographiert. Seit hunderten von Jahren pilgern Tibeter unter größten Strapazen rund um dem Mount Kailash.

Wie Globalisierung konkret aussieht präsentiert Martin Frech in einer Arbeit über seinen Sohn auf dem Weg zum Zollamt. Das Ziel ist nicht Erleuchtung, sondern der Magnetic Cube.

Anna C. Wagner — Tobias D. Kern — Frank Doering — Martin Frech: VON WEGEN
Ausstellungsort:
schaelpic photokunstbar
Schanzenstraße 27
51063 Köln
Tel. (02 21) 29 99 69 20
Ausstellungsdauer:
31.07. bis 29.09.2017
(Mo. bis Fr., 10 bis 18 Uhr
und nach Vereinbarung)
Vernissage:
Freitag, 28. Juli 2017, ab 18.30 Uhr

Martin Frech: #09 aus der Serie Globalisierung konkret
© Martin Frech: #09 aus der Serie Globalisierung konkret
 

Zu meiner Arbeit Globalisierung konkret:

Die Globalisierung — hier wertfrei verstanden als die seit Jahrzehnten zunehmende internationale Vernetzung auf vielen Ebenen — hat vielerlei Auswirkungen auf mich. Solche, die für mich eher abstrakt sind und indirekt auf mich wirken und andere, die mich konkret in meinem Alltag betreffen. Sie zeitigt Aspekte, die mir Unbehagen bereiten — hat für mich jedoch auch ihre angenehmen Seiten.

Mit dieser Arbeit habe ich einen Aspekt von Globalisierung vertieft, der mich regelmäßig konkret betrifft: Der Besuch des Zollamts als eine Begleiterscheinung internationalen Einkaufens. Erstmals taucht das Thema auf in meiner Serie „Jedes Foto ist historisch“ (2007) mit einem Bild des Postzollamts Berlin-Schöneberg. Seither war ich regelmäßig bei Postzollämtern und mir ist trotz Nachfragens nicht klar, warum manche Sendungen an der Haustür angeliefert werden und ich andere persönlich abholen muss.

Anfang März 2017 war es wieder einmal soweit, den Gang zum Postzollamt anzutreten: Mein Sohn hatte einen Puzzle-Würfel in USA eingekauft (ein anderer Würfel, den wir ein Vierteljahr später kauften, wurde normal zugestellt — es gibt wohl eine Zufallskomponente). Da es in unserer kleinen Stadt kein Postzollamt gibt, mussten wir dafür einen Ausflug in die Nachbarstadt unternehmen; für mich ein Anlass, die vorliegende Sequenz zu fotografieren.

Formal bezieht sich „Globalisierung konkret“ auf meine Arbeit „Celebi heimholen“ (2011). Damals dokumentierte ich eine Fahrt, die ich mit meinem Sohn unternahm, um das Pokémon Celebi downzuloaden. Beide Serien habe ich mit der Halbformat-Kamera Agfa Parat-I fotografiert und im selben Format ausgearbeitet.

Weitere Infos auf meiner Webseite:
www.medienfrech.de/foto/portfolio/globalisierung-konkret/

 


(Ich weiß, die Werbung nervt. Und ich kann nicht einmal entscheiden, was hier gezeigt wird.)

ab Mai in der schaelpic: „Labyrinthe“ von Claus Dieter Geissler und „Gimen no shitade“ von Keiichi Ito 31. März 2014

Posted by Martin Frech in schaelpic photokunstbar.
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In unserer zweiten Ausstellung im Rahmen des Jahresprogramms Silber und Bytes — 175 Jahre Photographie stellen wir ab Mai zwei zeitgenössische Positionen zur Kunst des Platindrucks vor:

Der Künstler Claus Dieter Geissler hat sich mit den Todesmärschen der Opfer des Nationalsozialismus beschäftigt und einen starken, expressiven Zyklus von 25 Platindrucken auf Holz geschaffen, den er in einer wandfüllenden Installation präsentiert. Claus Dieter Geissler lebt und arbeitet auf den Straßen Europas. 1952 geboren fühlt er sich dort seit Anfang der 70er Jahre zuhause. Hier begegnet er den Themen und Geschichten, die ihm die Straßen erzählen. Er versteht sich als Street-Artist, nicht als Street-Photograph — mit den Mitteln der Photographie ist er als bildender Künstler stets auf der Suche nach neuen Wegen.

Die Suggestionskraft und Ästhetik seiner Arbeiten liegt im Indirekten. Sie machen nachdenklich. Nie geht es um das, was abgebildet ist, oft um das, was gerne vergessen wird. Er arbeitet zum einen mit den Materialien und Dingen, die er auf der Straße findet, zum anderen interessiert ihn, wer hier unterwegs ist. Reiseberichte entstehen, abstrakt und eindrücklich. Seine aktuellen Arbeiten bilden dieses Spektrum ab.

Für die Bearbeitung der Abzüge zieht er sich jedoch immer wieder ins eigene Labor nach Köln zurück. Claus Dieter Geissler erhielt Stipendien in Irland und Frankreich, Ausstellungen in Barcelona, Nimes, Liverpool, Moskau und Belgrad, in Holland und Litauen, darüber hinaus in New York und Tokyo. Er ist Mitbegründer und Mitwirkender verschiedener europaweit agierender Künstlernetzwerke und hatte von 2001 bis 2004 ein Atelier in Barcelona.

aus Labyrinthe; © Claus Dieter Geissler

Im Kontrast zu Geisslers Arbeiten stehen die leisen und zarten Platinprints von uralten Sakurabäumen des japanischen Photokünstlers Keiichi Ito.

Geboren 1950 in Tokio, ist Ito ein photographischer Autodidakt. Der studierte Elektroingenieur und passionierte Bergsteiger befasste sich nur am Rande mit Photographie, um das Aufwachsen seines Sohnes und unwiederbringliche Erfahrungen beim Bergsteigen mit der Kamera zu dokumentieren. Als 1980 sein Schwager unerwartet starb, berührte ihn dieses traurige Ereignis so sehr, dass er über sein bisheriges Leben nachdachte, seinen Beruf als Elektroingenieur aufgab und mit 55 Jahren ein neues Leben als professioneller Photograph begann.

Wie viele andere japanische Photokünstler ist Keiichi Ito fasziniert davon mit den Mitteln der Photographie die Zeit festzuhalten. Die meisten seiner fotografischen Projekte widmen sich diesem Thema. Keiichi Ito versucht dabei jedoch nicht mittels Langzeitbelichtungen möglichst viel Zeit aufzunehmen, vielmehr sucht und findet er Sujets, die die Zeitlosigkeit der japanischen Seele repräsentieren: Jahrhunderte alte Sakurabäume zum Beispiel oder die Hände von japanischen Handwerkern, die als „lebender Nationalschatz“ traditionelle Kunstfertigkeiten fortführen und bewahren.

Dabei arbeiten Ito wie Geissler vollständig analog. Ito fotografiert auf Film, entwickelt und belichtet seine Photographien alle selbst. Seine bevorzugte Technik ist die Platin-/Palladiumtechnik angewandt auf speziell beschichtetem japanischen Washi-Papier. Die ausgestellten Prints zeigen verschiedene Sakurabäume, die als „nationale Denkmäler“ gelten und meist mehrere hundert Jahre alt sind. Diese Bäume werden mit Stangen gestützt, um die schweren Äste zu entlasten. Diese Motive strahlen in ihrer Gesamtheit und aufgrund der von Keiichi Ito gewählten Platin-/Palladiumtechnik eine zeitlose, in sich ruhende Ästhetik aus, die den Betrachter einlädt, sich mit den zahllosen Details der Motive zu beschäftigen und selbst zur Ruhe zu kommen.

Keiichi Itos Serie über Jahrhunderte alte Sakurabäume umfasst zehn Platin-/ Palladiumprints, die wir in Zusammenarbeit mit der Micheko Galerie aus München erstmals in Deutschland präsentieren.

aus Gimen no shitade; © Keiichi Ito

175 Jahre nach Vorstellung der Daguerreotypie, des ersten praxistauglichen Verfahrens der Photographie, widmet sich die Kölner schaelpic photokunstbar im Medienviertel rund um die Schanzenstraße im Laufe dieses Jahres mit einem Schwerpunktprogramm dem Jubiläum der Photographie. Im Zentrum stehen dabei vier Ausstellungen mit fünf Photokünstlern aus Wien, Tokyo, Köln und Basel, die mit alten und modernen Verfahren der Photographie künstlerisch arbeiten. Begleitet werden die Ausstellungen von einem Rahmenprogramm aus Workshops, Künstlergesprächen, Workshops und Filmabenden. (Aktuelles Gesamtprogramm unter www.schaelpic.de.)

Claus Dieter Geissler: Labyrinthe und Keiichi Ito: Gimen no shitade
Ausstellungsort:
schaelpic photokunstbar
Schanzenstraße 27
51063 Köln
Tel. (02 21) 29 99 69 20
Ausstellungsdauer:
19. Mai 2013 bis 21. August 2014
(Mo. bis Fr., 10 bis 18 Uhr
und nach Vereinbarung)
Vernissage mit Live-Demonstration des Platin-Palladium-Verfahrens:
Freitag, 16. Mai 2014, ab 18.30 Uhr

 
 


(Ich weiß, die Werbung nervt. Und ich kann nicht einmal entscheiden, was hier gezeigt wird.)

Frank Doering: Der Weg am schwarzen Fluss 18. März 2013

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Am vergangenen Freitag haben wir mit einer Vernissage die Ausstellung Transition I. Der Weg am schwarzen Fluss mit Bildern von Frank Doering eröffnet. Noch bis zum 15. Mai 2013 sind die Fotografien in der schaelpic photokunstbar in Köln zu sehen.

Impression von der Vernissage; Foto: Andrea Otto/AfM
Impression von der Vernissage; Foto: Andrea Otto/AfM

Zur Einführung habe ich eine kurze Ansprache gehalten, die ich hier dokumentiere.

Hinweise zu Frank Doerings Arbeit
Der Weg am schwarzen Fluss

© 2013 Martin Frech, randgebiete.de (Kontakt)
Nachdruck oder Nutzung im Internet (vollständig oder teilweise) bitte nur nach vorheriger Rücksprache

Wir bespielen diesen Projektraum im achten Jahr — zwölf Ausstellungen haben wir bislang gezeigt.

Dieses Jahr ist für uns das „Jahr des Weges“; unser diesjähriges Programm hat als Überschrift „Transition I bis III“; wir zeigen Landschaftsfotografie.

„Transition“ steht für „Übergang“ oder „Überleitung“, das englische „transition“ bedeutet auch „Durchquerung“.

Für uns ist die Ambivalenz des Begriffs „Transition“ interessant: zum einen kann man darunter den konkreten Weg von einem Ort zum anderen verstehen, zum anderen aber auch eine Zustandsänderung.

In den drei Ausstellungen werden wir drei fotografische Positionen präsentieren, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Thema „Weg“ befassen.

Wir starten heute mit „Transition I“ und zeigen Frank Doerings Fotos einer alten Handelsroute aus dem Himalaya.
Im Mai sehen Sie hier meine Bilder eines Uferwegs aus Berlin
und voraussichtlich im Oktober zeigen wir Tobias D. Kerns Annäherung an Martin Heideggers Feldweg.

Bilder und Texte zu unserem Projektraum und zu allen unseren Ausstellungen finden Sie auf unserer Website schaelpic.de.

Der Titel zu Frank Doerings Ausstellung, die wir heute eröffnen, lautet „Der Weg am Schwarzen Fluss“. Frank zeigt uns Landschaftsfotografien, die 2011 während einer Trekkingtour durch das ehemalige Königreich Mustang in Nepal entstanden sind.

Nepal liegt in Südasien, salopp gesagt eingeklemmt zwischen der VR China im Norden (konkret: dem Autonomen Gebiet Tibet) und Indien im Süden.
Das Land ist nicht halb so groß wie Deutschland und hat ungefähr 27 Mio. Einwohner. Nepal wird seit fünf Jahren formal demokratisch regiert, die Hauptstadt ist Kathmandu.

Im Norden und Osten Nepals liegt ein großer Teil des Himalaya-Gebirges, unter anderem der Mount Everest und sieben weitere der zehn höchsten Berge der Erde. Da wundert es mich nicht, dass Nepal das durchschnittlich höchstgelegene Land der Welt ist: Über 40 % des Landes liegen höher als 3000 m.

Der titelgebende Schwarze Fluss ist der Kali Gandaki, einer der großen Flüsse Nepals. (Schwarz erscheint der Fluss allerdings nur aufgrund von dunklen Ablagerungen, das Wasser ist wie üblich).

Das Quellgebiet des Kali Gandaki liegt in Nepal, im „Oberen Mustang“; das Wasser fließt über den Ganges in den Indischen Ozean.

Mustang ist ein Distrikt Nepals und liegt im Norden des Landes an Grenze zur VR China.
Die nördlichen Zweidrittel dieses Mustang sind das „Obere Mustang“. Dort war Frank unterwegs.

Franks Interesse am Buddhismus war ihm — neben seiner Faszination für diese Landschaft — ein wichtiger Antrieb für die Reise.
(Der Arbeitstitel für die Fotoserie lautete „Eine Annäherung an den Ursprung des tibetischen Buddhismus“.)

Der Buddhismus kommt aus Indien, Tibet liegt im heutigen China.
Nepal war bis 2006 das einzige Land der Welt, in dem der Hinduismus Staatsreligion war; 80 % der Nepalesen sind Hindus, nur 9 % gelten als Buddhisten.
Da habe ich mich in meiner Unkenntnis gefragt, warum man gerade nach Nepal geht, um dem Buddhismus nachzuspühren.

Nun, das liegt eben daran, dass Staatsgrenzen nur selten Kulturräume begrenzen; vor allem, wenn sich Kolonialmächte bei den Grenzziehungen eingemischt haben.

Das Gebiet war früher das unabhängige buddhistische Königreich (man liest auch: Fürstentum) Mustang.
Dieses Königreich wurde nach knapp 400 Jahren Unabhängigkeit im 18. Jh. vom angrenzenden Nepal annektiert. Nepal hieß damals noch Gorkha.
Mustang war auch zu Zeiten der Selbständigkeit sprachlich und kulturell immer an seinen großen Nachbarn Tibet gebunden.

Dieses Erbe wirkt nach. So wird das Gebiet „Lo“ (= Süden) genannt, obwohl es im Norden Nepals liegt. Die Sprache der Lopa (das sind die Einwohner Mustangs) ist ein tibetischer Dialekt — noch immer ist die Kultur dort stark vom historischen Tibet geprägt. Auch der von den Lopa praktizierte Buddhismus entspricht im wesentlichen dem der Tibeter.

Das heutige Mustag wird denn auch dem südtibetischen Kulturraum zugeordnet, der an seinen südöstlichen Rändern über das festlandchinesische Staatsgebiet hinausreicht. Bhutan oder die indische Region Ladakh gehören beispielsweise auch dazu.

Doch zurück zu Franks Reise.

Mustang ist ein Schutzgebiet und kaum besiedelt, jedoch ein beliebtes Reiseziel für Trekkingtouristen und Bergsteiger aus aller Welt.
Das Gebiet war lange Zeit gesperrt, weil sich buddhistische Kämpfer im Tibet-Konflikt mit China dorthin zurückgezogen hatten.
Erst seit etwa 20 Jahren ist Mustang für Touristen zugänglich: Seit 1992 wird etwa 2000 Besuchern pro Jahr eine Einreisegenehmigung erteilt, die sich die Behörden teuer bezahlen lassen. (Nepal war 2010 übrigens auf Rang 146 von 178 des Korruptions-Index von Transparency Int.)

Frank hat an einer Trekkingtour in einer Gruppe von 14 Personen (plus Sherpas) teilgenommen; die Reise dauerte drei Wochen im November 2011. Das ist für diese Gegend die beste Reisezeit, es herrschen dann — zumindest tagsüber — angenehme Temperaturen und die Bergsicht ist klar.

Die Wanderung war ein Rundweg. Er begann in Jomsom auf etwa 2700 m Höhe, später wurden dann auf Pässen Höhen bis über 4000 m erreicht. Über Kagbeni ging es bis nach Lo Manthang — immer entlang am Westufer des des Kali Gandaki.

Lo Manthang wurde im 14. Jahrhundert gegründet. Es ist die ehemalige Hauptstadt des früheren Königreichs Mustang; alte buddhistische Klosteranlagen sind dort zu sehen. Heute leben dort etwa 1000 Menschen.

Lo Manthang war der Wendepunkt der Tour. Von dort ging es an der Ostseite des Flusses wieder zurück.

Das Tal des Kali Gandaki gilt als die tiefste Schlucht der Erde. Der Fluss fließt auf einer Höhe von 1.300 m–2.600 m — also etwa 6000 m tiefer als die höchsten Berge der Umgebung: Der Dhaulagiri und die Annapurna sind beides Achttausender.

In diesem Tal verlief über Jahrhunderte eine wichtige Handelsroute zwischen Tibet und Indien; vor allem Salz und Reis wurden hier transportiert.

Damit sind wir wieder bei unserem Jahresthema.

Franks Fotos stehen für eine konkrete Bedeutung des Begriffs „Weg“: Eine Verbindung zweier Orte, die genutzt wird, von einem Ort zum anderen zu gelangen.
Genauso wurde dieser Weg lange Zeit genutzt.

Für die Touristen hat dieser Weg jedoch nicht mehr diese Bedeutung. Der alte Weg existiert zwar weiterhin, die neuen Nutzer gehen auch noch die gleiche Strecke, jedoch nicht mehr den ganzen Weg — und aus vollkommen anderen Gründen.

Diesen Aspekt von „Weg“ werde ich mit meinen Fotos eines Uferwegs genauer untersuchen, die Sie dann im Mai hier sehen können.

In Tobias‘ Arbeit wird der Begriff des Weges weiter abstrahiert. In seinem Projekt dient der prinzipiell austauschbare konkrete Weg nur noch als Metapher.

Frank hat auf seiner Wanderung mit einer handlichen Mittelformatkamera schwarzweiß auf Film fotografiert — Sie sehen hier selengetonte Barytabzüge.
Die Prints existieren in begrenzter Auflage — Frank würde sich über Käufer freuen.

Mit Tobias hat Frank einen Unterstützer gefunden, der ihm die Negative nach allen Regeln seines Handwerks perfekt aufs Papier gebracht hat: schwarzweiße Landschaftsfotografie in der großen Tradition dieses Genres — genießen Sie diese wirklich schöne Ausstellung!

aus Frank Doerings Serie "Der Weg am schwarzen Fluss"
Foto: Frank Doering, Köln

Transition I
Frank Doering: Der Weg am schwarzen Fluss
Ausstellungsort:
schaelpic photokunstbar
Schanzenstraße 27
51063 Köln
Tel. (02 21) 29 99 69 20
Ausstellungsdauer:
18. März 2013 bis 15. Mai 2013
(Mo. bis Fr., 10 bis 18 Uhr
und nach Vereinbarung)

Kris Heide: Lost in Reflection — Shanghai 21. November 2012

Posted by Martin Frech in Foto-Ausstellung, Fotoausstellung, schaelpic photokunstbar.
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Am vergangenen Freitag haben wir mit einer Vernissage die Ausstellung Lost in Reflection — Shanghai mit Bildern von Kris Heide eröffnet. Noch bis zum 18. Januar 2013 sind die Fotografien in der schaeplic photokunstbar in Köln zu sehen.
Die Ausstellung ist unser zweiter Beitrag zum Kölner Chinajahr 2012.

Zur Einführung habe ich eine kurze Ansprache gehalten, die ich hier dokumentiere.


Martin Frech, Tobias Kern, Kris Heide (v. li.; Foto: Theo Hilgers/AfM)

Anmerkungen zu Kristina Heides Serien Lost in Reflection, Streetstructures und Mopology
© 2012 Martin Frech, randgebiete.de (Kontakt)
Nachdruck oder Nutzung im Internet (vollständig oder teilweise) bitte nur nach vorheriger Rücksprache

Wir bespielen diesen Projektraum im siebten Jahr — heute eröffnen wir unsere 12. Ausstellung. Zum Ausklang des Kölner Chinajahres ist dies unsere dritte Ausstellung mit einem direkten China-Bezug; 2009 hatten wir Guisi Fanellas Arbeit „Living in China“ und diesen Sommer Tobias Vollmers Fotos zu urbanen Räumen in China.
Bilder und Texte zu unserem Projektraum und zu allen unseren Ausstellungen finden Sie auf unserer Website schaelpic.de.

Heute präsentieren wir Kristina Heides Foto-Arbeiten „Lost in Reflection“, „Streetstructures“ und „Mopology“.

Kristina Heide hat in Bonn Kunstgeschichte studiert und dort 1993 einschlägig zu „Stilleben in der Malerei der Neuen Sachlichkeit“ promoviert.
Seit einigen Jahren malt, zeichnet und fotografiert sie künstlerisch. Daneben arbeitet sie kulturvermittelnd: Unter dem Motto „Kunst ist Leben“ zeigt sie seit 2009 regelmäßig Ausstellungen in ihrem Kunstraum M2O in Tübingen.

Kristina Heide hat sich vor zwei Jahren sechs Monate lang in Shanghai aufgehalten.
Shanghai ist neben Peking und Guangzhou die derzeit dritte Megastadt Chinas, sie hat mehr als 10 Mio. Einwohner. Der Großraum Shanghai gilt sogar als werdende Hyperstadt, also als ein Gebilde mit über 20 Mio. Einwohnern, das noch deutlich größer und komplexer ist als die Megastadt.

Kristina Heide hat sich dieser Stadt ausgesetzt, sie hat sich auf die Stadt eingelassen. Bemerkenswert dabei ist, dass die Künstlerin weder chinesisch spricht noch die Schrift lesen kann.
Diese Setzung war wie ein künstlerisches Selbst-Experiment. Die Ergebnisse haben die durchaus auslandserfahrene Kristina Heide selbst überrascht.

Ihre Sprachlosigkeit und die sehr eingeschränkten Kommunikationsmöglichkeiten hat sie deutlich als Verlust empfunden.
Umso überraschender war für sie die Beobachtung, wie sich dadurch ihre Sinne schärften.

Die Künstlerin nutzte außersprachliche Ressourcen, um die ihr in vielerlei Hinsicht fremde Kultur wahrzunehmen. Heides künstlerischer Produktivität war es von Nutzen: ihre stark gesteigerte visuelle Wahrnehmungsfähigkeit wurde zur Basis für ihre Arbeit vor Ort.

Neben den bei uns ausgestellten Fotografien entstanden Zeichnungen, die demnächst unter dem Titel „Shanghai Faces“ in Reutlingen zu sehen sein werden.

Eine wichtige Entdeckung war für Kristina Heide ein historisches Gebäude im Bezirk Hongkou: der ehemalige Schlachthof von Shanghai.
Heute heißt das Gebäude „Shanghai 1933“. Es wurde zu einem künstlerischen Kristallisationspunkt.

Ich muss dieses Gebäude hier kurz beschreiben — um zu verdeutlichen, warum gerade dieses Bauwerk so gut zu Kristina Heides damaliger Gefühlslage passte.

Der Schlachthof wurde vor etwa hundert Jahren von britischen Architekten geplant und komplett mit britischem Beton errichtet. 1933 wurde er als einer der größten Schlachthöfe dieser Zeit in Betrieb genommen. Er wurde etwa 30 Jahre lang genutzt; später diente das Gebäude verschiedenen anderen Zwecken. Ab 2006 wurde es im Rahmen der Stadtentwicklung renoviert. Es soll sich zu einem Luxus-Kaufhaus entwickeln; einige wenige Läden, Cafés und Restaurants, aber auch der Club der Ferrari-Besitzer sind schon eingezogen.

Das Gebäude ist angelegt als Zentralbau, das heißt, die Hauptachsen des Grundrisses sind ungefähr gleich lang. Häufig sind die Grundrisse von Zentralbauten rund oder kreuzförmig, hier ist er quadratisch. Schon die Anlage des Schlachthofs als Zentralbau ist bemerkenswert, da man dieses Prinzip sonst hauptsächlich bei Sakralbauten findet (z.B. Felsendom/Jerusalem, Pantheon/Rom, Pfalzkapelle/Aachen, Frauenkirche/Dresden oder St. Gereon hier in Köln). Aber auch Gefängnisse und der Plenarsaal in Düsseldorf sind Beispiele für Zentralbauten.

„Shanghai 1933“ ist fünf Stockwerke hoch und wird von über 300 freistehenden Säulen getragen. (Über die Geschoßhöhen und die Ausmaße des Gebäudes konnte ich leider nichts in Erfahrung bringen.)
Der eigentliche Schlachtbereich ist 24-eckig, gebaut als ein dreistöckiges zentrales Atrium. Darum gruppieren sich vier äußere Bereiche.
Spannend ist, wie der innere Schlachtbereich erschlossen ist: Als Zugänge gibt es eine Vielzahl von ineinandergreifenden Wendeltreppen, Rampen und Brücken — jeweils verschieden breit und in unterschiedlichen Winkeln geneigt.

Das ist keine architektonische Spinnerei, sondern folgt ganz logisch den Arbeitsabläufen im Schlachthaus. Es ging u.a. darum, die Ströme der Tiermassen zu regeln, die Tiere zu separieren und für die Arbeiter Fluchtwege im Falle einer Tierpanik zu haben.

Funktionslos geworden und weitgehend leer, erscheint das Gebäude heute dagegen labyrinthisch, wie ein Irrgarten mit Art-deco-Fassade.
Die Kunsthistorikerin Heide erinnerte das Gebäude an die Kerker-Visionen von Giambattista Piranesi aus dem 18. Jahrhundert oder auch an die jüngeren Werke von Maurits Cornelis Escher. Sie empfand es als steingewordene Wirklichkeit einer jener Architekturphantasien — eine Situation irgendwo zwischen Traum und Realität. Für sie wurde „Shanghai 1933“ zum Symbol für ihre Desorientierung, ihre Einsamkeit und ihre Sprachlosigkeit.

In dieser Situation entstand die Arbeit „Lost in Reflection“.
„Reflection“ bezieht sich hier sowohl auf die Spiegelungen, aber auch auf das Nachdenken über die Situation. Der mehrdeutige Titel verweist nicht zufällig auf Sofia Coppolas Film „Lost in Translation“, der ein vergleichbares Thema verhandelt.

Heides Werk besteht aus zwei Teilen: Einem Tableau aus sechs großen Einzelfotos und aus einer Diaprojektion.
Auf den Fotos sind Menschen als Silhouetten und Reflexionen in großen Fenstern zu sehen.
Die Dias dagegen zeigen Architekturdetails aus dem Schlachthof-Gebäude. Im Fluß der Projektion visualisiert die Arbeit vordergründig das Verlorensein und die Orientierungslosigkeit in dem Gebäude. Symbolhaft steht die Arbeit damit für die Annäherung an das Fremde und die entsprechenden Schwierigkeiten.

Neben der Sprache ist das Thema der zwischenmenschlichen Distanz unter Fremden beim Erleben anderer Kulturen wichtig. Für Kristina Heide war der Umgang mit körperlicher Nähe in der Öffentlichkeit ungewohnt und teilweise verstörend. Dazu kam die Erfahrung, dass dort einfach viel mehr Menschen auf den Straßen unterwegs sind, als bei uns. Mit ihrer kleinen Serie „Streetstructures“ nimmt Kristina Heide Bezug auf ihre entsprechenden Erfahrungen.

Ganz anders die Serie „Mopology“. Sie ist in ihrem dokumentarischen Stil ein Gegenpol zu den anderen, eher abstrakten Arbeiten. Der Titel deutet es an: Kristina Heide zeigt uns Stilleben mit chinesischen Wischmopps. Die Serie ist eine Zusammenstellung schnell fotografierter humorvoller Alltagsbeobachtungen, entstanden während Spaziergängen in verschiedenen chinesischen Städten.

Im öffentlichen Raum Chinas ist der Feudel offenbar allgegenwärtig. Ob im Hinterhof, an eleganten Straßen oder beim Tempel — der Mopp wird gezeigt. Es sind ja auch individuelle Stücke, oft in Heimarbeit hergestellt. Jedenfalls sehr verschieden von unserer industriellen Mikrofaser-Massenware.

Oder abschließend mit den Worten der Künstlerin: „Er kommt als ausgeprägtes Individuum mit eigener Geschichte daher oder es formieren sich sogar kleine Gruppen, wie im Gespräch. Er ist kein Gerät, sondern vielmehr eine Art Persönlichkeit mit Eigenleben, die seinen Besitzer spiegelt.“


Impression von der Vernissage (Foto: Theo Hilgers/AfM)


Impression von der Vernissage (Foto: Theo Hilgers/AfM)

Kris Heide: Lost in Reflection — Shanghai
Ausstellungsort:
schaelpic photokunstbar
Schanzenstraße 27
51063 Köln
Tel. (02 21) 29 99 69 20
Ausstellungsdauer:
19. November 2012 bis 18. Januar 2013
(Mo. bis Fr., 10 bis 18 Uhr
und nach Vereinbarung)

China-Ausstellung in der schaelpic photokunstbar eröffnet (Juni 2012) 27. Juni 2012

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Kürzlich haben wir mit einer Vernissage die Ausstellung Vertrautes im Fremden entdecken — urbane Räume in China mit Bildern von Tobias Vollmer eröffnet. Noch bis zum 31. August zeigen wir in der schaeplic photokunstbar in Köln großformatige Ansichten von fünf der über 40 Millionenstädte Chinas. Die Ausstellung ist unser Beitrag zum Kölner Chinajahr.

Impression von der Vernissage (Foto: Andrea Otto/AfM)
Impression von der Vernissage (Foto: Andrea Otto/AfM)

China ist ein Riesenthema, dem auch wir uns nicht entziehen wollen. Vor drei Jahren hatten wir hier Giusi Fanellas Ausstellung „Living in China“ mit großformatigen schwarzweißen Straßenfotos aus Hangzhou. Heute zeigen wir die dazu formal sehr verschiedenen Bilder von Tobias Vollmer und zum Ausklang des Kölner Chinajahres stehen bei uns im November nocheinmal Photos aus diesem Land auf dem Programm, dann mit eher abstrakten Motiven aus Shanghai.

Zur Einführung habe ich eine kurze Ansprache vorbereitet, die ich hier dokumentiere.

Anmerkungen zu Tobias Vollmers Serie „China Construction“
© 2012 Martin Frech, randgebiete.de (Kontakt)
Nachdruck oder Nutzung im Internet (vollständig oder teilweise) bitte nur nach vorheriger Rücksprache

Tobias Vollmer zeigt uns mit seiner Serie „China Construction“ gebaute Architektur, meist Übersichtsaufnahmen von Stadtlandschaften.

Der Serientitel verortet Vollmers Bilder in China. Das ist hilfreich, da seine Motive kaum ortsspezifische Hinweise liefern. So sieht zeitgenössischer Massen-Siedlungsbau eben aus in einer globalisierten Welt.
Die genauere Betrachtung belohnt mich jedoch mit asiatisch anmutenden Baudetails und Werbetafeln mit fremden Schriftzeichen. Kenner werden zudem einzelne Landschaften wiedererkennen, beispielsweise die tropisch-grünen Hügel in Hong-Kong.

In der VR China leben mehr als 1,3 Mrd. Menschen und damit ungefähr 18% der Weltbevölkerung.

China besitzt mit Shanghai, Peking und Guangzhou drei Megastädte mit mehr als 10 Mio. Einwohnern. Dazu kommen etwa vierzig werdende Megastädte mit 2 bis 10 Mio. Einwohnern.
Zum Vergleich: In Europa finden wir gerade einmal 32 Millionenstädte, neun davon haben mehr als 2 Mio. Einwohner und nur Moskau gilt gerade so als Megastadt.

1970 lebten etwa 18% der Chinesen in Städten, heute sind etwa die Hälfte der Bevölkerung Stadtbewohner.
In einem Zeitraum von 40 Jahren mussten also Wohnungen für 500 Mio. Menschen gebaut werden — eine enorme Baumasse.

Zunehmend entstehen in China sog. Hyperstädte mit über 20 Mio. Einwohnern, etwa um Shanghai oder Chongqing. Das sind Gebilde, die Megastädte hinsichtlich Größe und Komplexität noch deutlich übertreffen. Eine Entsprechung bei uns ist die Metropolregion Rhein-Ruhr, freilich nur mit knapp 12 Millionen Einwohnern.

Ich war noch nicht in China. Dennoch ruft das Betrachten von Tobias Vollmers Fotos bei mir ein Deja-vu-Gefühl auf. Ich weiß, dass ich Bilder aus einem Land sehe, das ich nicht kenne — aber ich entdecke etwas Vertrautes im eigentlich fremden. Denn im Prinzip kenne ich solche Bilder. Ich habe sie gesehen in den USA, in Südamerika und auch in Europa. Die fragil wirkenden Gerüste der Baustellen erinnern mich an Ecuador, das gemauerte Flussufer samt Promenade weckt Assoziationen ans Frankfurter Mainufer und sechsspurige Straßen sind auch kein originär chinesisches Thema.
Das ist eine Stärke dieser Serie: Tobias Vollmer relativiert gängige China-Klischees. Vielmehr visualisiert er mit seinen Fotos einen Aspekt der Globalisierung.

Sein panoramatischer Blick sucht die Übersicht. Er zeigt mir eine Seite des Landes, die meinem Klischee widerspricht: großzügig angelegte urbane Räume, immer wieder blitzt Natur auf.
Keine Spur von Großstadt-Hektik. Wenn Menschen zu sehen sind, wirken diese eher wie Flaneure oder wir sehen sie entspannt am Wasser sitzen. Ebenso weisen uns die Sportplätze, Schwimmbäder und Dachgärten darauf hin, dass das Leben in Megacities nicht zwangsläufig mit einem Verzicht auf Lebensqualität einhergehen muss.

Tobias Vollmer (li., Foto: Andrea Otto/AfM)
Tobias Vollmer (li., Foto: Andrea Otto/AfM)

Vertrautes im Fremden entdecken — urbane Räume in China
Ausstellungsort:
schaelpic photokunstbar
Schanzenstraße 27
51063 Köln
Tel. (02 21) 29 99 69 20
Ausstellungsdauer:
18. Juni bis 31. August 2012
(Mo. bis Fr., 10 bis 18 Uhr
und nach Vereinbarung)

Cosplay-Ausstellung in der schaelpic photokunstbar eröffnet (Feb. 2012) 4. Februar 2012

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Gestern haben wir mit einer Vernissage die Ausstellung Cosplay — Das Spiel mit dem Wunsch-Charakter eröffnet. Noch bis zum 13. April zeigen wir in der schaeplic photokunstbar in Köln Porträts von Cosplayern, die Jürgen H. Krause in den Jahren 2008 bis 2010 bei jährlichen Szene-Treffs in Bonn aufgenommen hat.

Impression von der Vernissage (Foto: Andrea Otto/AfM)
Impression von der Vernissage (Foto: Andrea Otto/AfM)

Cosplayer stellen Comic- oder Film-Figuren möglichst überzeugend dar. Die Kostüme und das Zubehör — z.B. Modelle von Waffen oder Fahrzeugen — werden mit großem Aufwand selbst angefertigt. Cosplayer entwerfen ihre Kreationen nicht für das private Vergnügen, sondern suchen die Szene-Öffentlichkeit auf entsprechenden Großveranstaltungen.

Als das ursprünglich japanische Hobby in den 1990er-Jahren aufkam, belebten die Cosplayer Figuren aus Mangas und Manga-Animationsfilmen (Anime). Inzwischen wird das wohl nicht mehr so eng gesehen — man sieht auch Charaktere aus Computerspielen und Nicht-Manga-Filmen.

Ich rede über Mangas (Foto: Andrea Otto/AfM)
Ich rede über Mangas (Foto: Andrea Otto/AfM)

Die Basis des Cosplay sind jedoch Mangas. Daher habe ich zur Einführung einen reich bebilderten Abriss gegeben über die Geschichte der Mangas, über die verschiedenen Stile und Ausprägungen der Mangas sowie über den Einfluss der Mangas auf westliche Comics und die Populär-Kultur überhaupt.

Impression von der Vernissage (Foto: Andrea Otto/AfM)
Impression von der Vernissage (Foto: Andrea Otto/AfM)

Unsere Veranstaltung war erfreulich gut besucht und Jürgen H. Krauses Bilder fanden eine positive Resonanz. Insgesamt ein schöner Abend rechtsrheinisch und mal wieder eine Bestätigung, dass wir mit unserer schaelpic photokunstbar auf der richtigen Seite sind.

Die Macher: Tobias D. Kern, Frank Günther, Jürgen H. Krause, Frank Doering, Martin Frech (v. li., Foto: Andrea Otto/AfM)
Die Macher: Tobias D. Kern, Frank Günther, Jürgen H. Krause, Frank Doering, Martin Frech (v. li., Foto: Andrea Otto/AfM)

Cosplay — Das Spiel mit dem Wunsch-Charakter
Ausstellungsort:
schaelpic photokunstbar
Schanzenstraße 27
51063 Köln
Tel. (02 21) 29 99 69 20
Ausstellungsdauer:
6. Februar bis 13. April 2012
(Mo. bis Fr., 10 bis 18 Uhr
und nach Vereinbarung)